Selfkant: Erst Sauna in Flammen, dann Alarm in der Schule

Selfkant: Erst Sauna in Flammen, dann Alarm in der Schule

„Dachstuhlbrand — Menschen in Gefahr“ lautete die Alarmmeldung, mit der am Donnerstagmorgen um 10.47 Uhr die Verwaltungsstaffel, sämtliche Löscheinheiten und der E-Dienst der Feuerwehr Selfkant, die Drehleiter der Feuerwehr Gangelt, Notarzt, Rettungsdienst und Polizei zu einem Brand in der Selfkantstraße in Saeffelen gerufen wurden. Der Einsatz stellte sich vor Ort als ausgedehnter Kellerbrand heraus.

Da die Bewohner nicht da waren, verschafften sich die Einsatzkräfte mit einem Zweitschlüssel Zugang zum Gebäude. Mit zwei C-Rohren arbeiteten sich umgehend mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz in den völlig verrauchten und überhitzten Keller vor. Hier trafen sie auf eine brennende Sauna neben einem Schwimmbad.

Der Brand hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die gesamte Einrichtung, die hölzernen Wand- und Deckenverkleidungen und den nebenliegenden Heizungsraum erfasst. Die Löscharbeiten zeigten rasch Erfolg, so dass nach kurzer Zeit „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet wurde.

Die Nachlöscharbeiten und das Ausräumen des Brandschutts konnten gegen 13 Uhr abgeschlossen werden. Es entstand erheblicher Sachschaden. Ein elektrischer Defekt dürfte nach Angaben der Feuerwehr als Brandursache in Frage kommen. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Ortsdurchfahrt Saeffelen für den Verkehr gesperrt. Die Feuerwehr Selfkant war mit 38 Einsatzkräften im Einsatz.

Noch während der Löscharbeiten in Saeffelen wurde gegen 11.55 Uhr in der Selfkantschule in Höngen die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Da alle Selfkanter Einheiten bereits im Einsatz waren, setzte die Feuerwehrleitstelle Erkelenz gemäß der Alarm- und Ausrückordnung beim Alarmstichwort „Feuer Selfkantschule“ die Einheiten Gangelt und Stahe mit Bauhofstaffel und Drehleiter, aus Waldfeucht die Einheit Obspringen, den Heinsberger Löschzug Stadtmitte und die Einheit Oberbruch in Marsch.

Dampf löst Brandmelder aus

Der E-Dienst der Feuerwehr Selfkant hat bei der Erkundung der Räume jedoch schnell eine Dampfentwicklung in der Küche der Mensa als Auslöser der Alarmierung ausgemacht und konnte Entwarnung geben. Die alarmierten Einheiten brauchten deshalb nicht mehr einzugreifen und konnten ihre Einsatzfahrt abbrechen.

Mehr von Aachener Zeitung