Kreis Heinsberg: Erpressung: Bei der Geldübergabe klicken die Handschellen

Kreis Heinsberg: Erpressung: Bei der Geldübergabe klicken die Handschellen

Wie ernst war die Gefahr? Von einer „versuchten räuberischen Erpressung zum Nachteil der Kreissparkasse Heinsberg” berichtete am Mittwoch die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Aachen.

Nach ihren Angaben wurden am Dienstag ein 15 Jahre alter und 17 Jahre alter Beschuldigter vorläufig festgenommen. Gegen sie bestehe der Verdacht, dass sie am Dienstag der Kreissparkasse ein Erpresserschreiben übersandt hätten, in dem sie 20.000 Euro gefordert hätten. Für den Fall der Nichterfüllung der Forderung hätten die Beschuldigten damit gedroht, vier Bomben in den Räumen der Filiale in Heinsberg explodieren zu lassen.

Einer der Beschuldigten konnte laut Oberstaatsanwalt Robert Deller bei der geplanten Geldübergabe vorläufig festgenommen werden, der andere kurze Zeit später. Während sich der 17 Jahre alte Beschuldigte geständig einlasse, bestreite der 15 Jahre alte Beschuldigte eine Tatbeteiligung.

„Bei einer Wohnungsdurchsuchung konnten leicht brennbare Flüssigkeiten sichergestellt werden”, so Deller weiter. Nach den bisherigen Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass die beiden Beschuldigten bereits Anfang Juni versucht hätten, die Kreissparkasse Heinsberg zu erpressen.

Die Beschuldigten wurden am Mittwoch aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang und zum Motiv dauern an.

Die Kreissparkasse Heinsberg wollte auf Nachfrage am Mittwoch unter Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren keine weitergehenden Informationen geben.

Die Polizei war am Dienstag in Heinsberg am Auenweg mit Feuerwehr angerückt. Die Freiwillige Feuerwehr war bis in die Abendstunden hinein mit insgesamt 38 Kräften vier Stunden lang im Einsatz.

Alarmiert worden waren der Löschzug aus der Stadtmitte sowie der ABC-Zug mit dem Gerätewagen Gefahrgut aus Porselen, dem Gerätewagen Messtechnik aus Dremmen sowie dem Erkundungsfahrzeug aus Hückelhoven. Auch ein Rettungswagen war vorsorglich vor Ort. Die Feuerwehrleute hatten für den Fall der Fälle eine Wasserversorgung aufgebaut: mit Blick auf den Brandschutz und eine eventuell notwendig werdende Dekontamination.

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