Kreis Düren: Erich Gussen: „Unsere Milchkühe werden nicht gedopt“

Kreis Düren: Erich Gussen: „Unsere Milchkühe werden nicht gedopt“

„Unsere Milchkühe werden nicht gedopt“, erklärt Erich Gussen, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Düren, zu Meldungen in den Medien.

„Kühe erbringen ihre Leistung nur aufgrund einer intensiven Tierbetreuung, moderner und großzügiger Stallsysteme und einer hochwertigen Fütterung, irgendwelcher „Mittelchen“ bedarf es dazu nicht“, sagte Gussen weiter.

Dem Ketose-Risiko in Herden trügen die Betriebe in erster Linie durch eine Überprüfung der Stallumfeld- und Fütterungsbedingungen Rechnung. Bei Einzeltieren, die ein erhöhtes Ketose-Risiko haben, sei der Einsatz des in den Medien beschriebenen Tierarzneimittels nur nach eindeutiger Indikation durch den Tierarzt erlaubt.

In klinischen Studien vor der Zulassung des Arzneimittels wurden laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit keine relevanten Unterschiede in der Milchleistung zwischen behandelten und unbehandelten Tieren festgestellt. „Der Vorwurf des Kuh-Dopings ist unbegründet“, erklärt der Kreisvorsitzende.

Dass idyllische Kuhställe längst Milchfabriken geworden seien, weist Erich Gussen entschieden zurück. „Mit durchschnittlich 60 Milchkühen je Halter sind die Betriebe in Nordrhein-Westfalen weit weg von industriellen Größenordnungen, wie sie derzeit etwa in China entstehen“, empört sich der Kreisvorsitzende.

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen hätten zudem die Milcherzeuger in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen, um durch den Um- und Neubau von Ställen ihre Tierhaltung noch artgerechter zu gestalten.

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