Kreis Heinsberg: Elfte Auflage der AC² Wachstumsinitiative der Gründerregion Aachen

Kreis Heinsberg: Elfte Auflage der AC² Wachstumsinitiative der Gründerregion Aachen

Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem man sich fragt, wo man ist und was und wo man hin will. „Das ist auch bei Unternehmen nichts anders“, sagt Jürgen Lünser, Geschäftsführer der Epu Industrieservice GmbH. „Eine Firma braucht manchmal den Spiegel von außen.“

Einen, wie er von der Gründerregion Aachen mit dem Konzept der AC² Wachstumsinitiative ermöglicht wird. Bereits in der elften Auflage, steht die Initiative in diesem Jahr unter dem Titel „Aus Freude am Wachsen“.

Das Wachstum der Region stärken: Das wollen Jürgen Lünser (Geschäftsführer der Epu Industrieservice GmbH), Iris Wilhelmi (stellvertretende Geschäftsführerin der Gründerregion Aachen), Christoph Graf und Gabi Wego (AS Tech), Arnd Thebrath (Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg) und Landrat Stephan Pusch (von links nach rechts).

In diesem Rahmen werden Unternehmen unterstützt, nachhaltige Wachstumsstrategien zu entwickeln und so im besten Fall auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Hilfe und Unterstützung bekommen sie dabei von einem der 160 ehrenamtlichen AC²-Berater, darunter Unternehmensberater, Patent- und Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, sowie bei diversen Vorträgen und Veranstaltungen. Und einen Preis gibt es auch zu gewinnen.

„Dieser spielt aber bei den teilnehmenden Unternehmen oft keine große Rolle“, sagt Iris Wilhelmi, stellvertretende Geschäftsführerin der Initiative Gründerregion Aachen. „Jeder, der mitgemacht hat, sagt, dass er einen Nutzen daraus gezogen hat.“ So wie auch die Firma AS Tech aus Geilenkirchen.

Das Unternehmen hat bei der vorangegangenen Auflage der Initiative den dritten Platz belegt. Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio sollte einer breiten Öffentlichkeit zugetragen und die Außendarstellung insgesamt verbessert werden — mit einem aktualisierten Internetauftritt und Broschüren. „Das war eine Menge Arbeit“, erinnert sich Gabi Wego, Geschäftsführerin von AS Tech.

„Aber der Nutzen für uns ist sehr groß. Bei Diskussionen untereinander kamen dann neue Fragen und Ideen auf. Das war sehr interessant. Es ist aber auch eine Investition, die eine Firma bereit sein muss zu bringen.“

Neue Ideen umsetzen

Der Blick von außen auf das Unternehmen und neue Ideen in die Umsetzung bringen — das zieht Erfolge nach sich und zeigt sich wiederum in der Statistik der Gründerregion Aachen. Allein bei den jeweils ersten drei Preisträgern der vergangenen zehn Initiativen ist die Zahl der Arbeitsplätze von insgesamt 594 auf 945 gestiegen. Davon profitieren auch Unternehmen im Kreis Heinsberg.

„Die Gründerinitiative ist für die Unternehmen in unserem Kreis sehr wichtig“, sagt Landrat Stephan Pusch. „Die Auftragslage ist zwar überdurchschnittlich gut, aber das müssen wir dennoch weiter ausbauen.“ Und auch Pusch weiß: Dieses Wachstum kommt nicht von allein.

„Man muss sich einen Ruck geben, sich darauf besinnen, wo man mit dem Unternehmen hin möchte und dann Zeit schaffen.“ Zeit, um die von der Gründerregion initiierten drei Beratertage auch voll ausschöpfen zu können.

Jürgen Lünser hat das erkannt. „Man muss raus aus dem eigenen, eingeengten Weg.“ Die regionale Erweiterung sei für ihn ein Wachstumsziel. Und in seine Überlegungen fließt auch ein möglicher Standortwechsel ein. „Wegberg ist für mich eine Wirtschaftsförderungsdiaspora. Da passiert zu wenig.“ Für ihn ist klar, dass sich sein Unternehmen verändern soll.

So, wie es sich bei bislang 181 Unternehmen durch die Wachstumsinitiative verändert hat. Allein 35 Betriebe kamen bislang aus dem Kreis Heinsberg, darunter sieben Preisträger. Wenn es nach den Initiatoren geht, sollen viele weitere aus dem Kreis Heinsberg hinzukommen.

Landrat Stephan Pusch: „Wir haben nur positive Erfahrungen gemacht und sind hier sehr gut aufgestellt. Das sollten wir auch nach außen darstellen.“

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