Heinsberg: Einer der ganz Großen der Kriminalszene in Heinsberg

Heinsberg: Einer der ganz Großen der Kriminalszene in Heinsberg

Einmal im Jahr lädt Gerichtsdirektor Dr. Dieter Meier in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Gollenstede zu einer besonderen Lesung in den großen Verhandlungssaal des Heinsberger Gerichts ein.

Die beiden Veranstalter sind besonders stolz, dass in diesem Jahr einer der ganz Großen der deutschen Kriminalszene zu einem Besuch nach Heinsberg kommt: Am Donnerstag, 8. November, um 20 Uhr ist Axel Petermann, Deutschlands profiliertester Tatort-Analytiker, im Amtsgericht in der Schafhausener Straße 47 zu Gast.

Petermann setzte sich frühzeitig und kritisch mit den vom amerikanischen FBI entwickelten Methoden des Profilings auseinander und baute die „operative Fallanalyse” in Deutschland auf: Durch Analyse und Interpretation der Spuren am Tatort zieht der „Profiler” Rückschlüsse auf Motive und Profil der Täter und gibt damit häufig die entscheidenden Hinweise zur Aufklärung eines Gewaltverbrechens.

Petermann ist heute ständiger Berater des ARD-Tatorts und unterstützt viele Autoren mit kriminalistischen Überlegungen bei deren Publikationen.

Mit ihm zusammen kommt die Bremer Gerichtsreporterin Rose Gerdts-Schiffler, die bereits im vergangenen Jahr in Heinsberg anlässlich der Criminale am Niederrhein zu Gast war. Beide Autoren stellen sich zunächst den Fragen von Gerichtsdirektor Dr. Dieter Meier.

Dabei werden im Hintergrund auf einer Leinwand echte Tatort-Fotos zu sehen sein, die Verbrechen andeuten, aber nicht schockieren sollen. Im Anschluss daran lesen die Autoren aus ihren Büchern und stellen sich den Fragen des Heinsberger Publikums.

Axel Petermann, 1952 in Bremen geboren, absolvierte eine klassische Polizeiausbildung und arbeitet seit 1975 bei der Kriminalpolizei. Er war Leiter der Mordkommission und stellvertretender Leiter im Kommissariat für Gewaltverbrechen in Bremen.

Heute lehrt er auch als Dozent für Kriminalistik an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung. Sein Buch „Auf der Spur des Bösen” stand 2010 lange auf der Bestseller-Liste und diente in Teilen als Vorlage für Tatort-Verfilmungen des hessischen Rundfunks. Seine Vorlage „Der Tote im Nachtzug” wurde für den Grimme-Preis nominiert und erhielt den deutschen Fernsehkrimi-Preis. 2012 erschien sein neues Buch „Im Angesicht des Bösen”.

Rose Gerdts-Schiffler ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet seit zwei Jahrzehnten als Polizei- und Gerichtsreporterin in Bremen. Seit 2007 hat sie mehrere viel beachtete Kriminalromane veröffentlicht.

Ihr Markenzeichen ist, dass sie mit ihren Romanen immer nahe an der Wirklichkeit bleibt oder ihren Plot an echte Fälle anlehnt.

Karten gibt es ab sofort in der Buchhandlung Gollenstede, in den Ticketshops des Zeitungsverlages Aachen und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

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