Caritas-Aktion: Ein leuchtendes Signal der Solidarität

Caritas-Aktion : Ein leuchtendes Signal der Solidarität

Die Caritas hat mit der Aktion „Eine Million Sterne“ am Elisenbrunnen den Blick nach Kenia geschärft. Dort gilt es, den Ärmsten der Armen zu helfen.

Mit einem Lichtermeer aus Kerzen am Elisenbrunnen beteiligte sich die Caritas Aachen an der bundesweiten Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“. Caritas International, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, möchte damit in diesem Jahr ein Zeichen setzen für die Menschen in Kibera, dem größten Slum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Dort leben Schätzungen zufolge rund 700.000 Menschen, die meisten davon in bitterer Armut.

Bernhard Verholen, Vorstandsprecher der Caritas Aachen, verwies zu diesem Anlass auch auf die aktuelle Caritas-Jahreskampagne unter dem Motto „Das machen wir gemeinsam!“. „Mit entsprechender Solidarität schaffen wir es auch, viele Probleme gemeinsam zu lösen. Wir möchten ein Leuchtsignal senden und den Blick über den Tellerrand weiten. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern gibt es viele Probleme, gerade durch die Corona-Pandemie“, sagte Verholen.

So hätten etwa in Kibera viele Tagelöhner ihre Jobs verloren, Existenzen seien bedroht und die mangelnde Hygiene sei ein zusätzliches Gesundheitsrisiko, erklärt er. Um vor Ort Hilfsmaßnahmen umsetzen zu können, sei Caritas International deshalb auch auf Spenden angewiesen (siehe Infobox). Für die Kinder und Jugendlichen im Slum hat das Hilfswerk beispielsweise ein Schul- und Kindergartenprogramm etabliert.

Doch nicht nur in die Ferne, auch auf die lokalen Begebenheiten möchte die Caritas ihr Augenmerk richten. „Wir wollen auch für Fluchtursachen sensibilisieren“, betont Géraldine Wronski vom Fachdienst für Integration und Migration der Caritas Aachen. „Denn wenn man sich die Situation vor Ort anschaut, realisiert man, warum viele dort weg wollen.“

Ganz konkret litten etwa aktuell die Menschen in Kibera durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv unter Hunger. Für Geflüchtete bietet die Caritas daher eine Reihe von Migrationsangeboten, etwa den Jugendmigrationsdienst Aachen oder die Integrationsagentur NRW. Für Wronski ist diese Integrationsarbeit eine Medaille mit zwei Seiten: „Auf der einen Seite steht die Herkunft der Menschen, auf der anderen Seite ihre Flucht und die Zukunft. Wir unterstützen, dass die Leute hier heimisch werden mit allem, was dazu gehört.“