Hückelhoven-Kleingladbach: Ein ganzer Tag im Zeichen von Fiona

Hückelhoven-Kleingladbach: Ein ganzer Tag im Zeichen von Fiona

Zeitweise ging nichts mehr im neuen Haus der Dorfgemeinschaft. Zu voll! Denn so viele Nachbarn, Freunde und hilfsbereite Menschen waren gekommen, um beim „Tag für Fiona” dabei zu sein.

Fiona Küppers wird bald vier Jahre alt. Aufgrund eines seltenen Gendefekts ist das Mädchen mehrfach schwerstbehindert. Damit wollen sich ihre Eltern und Unterstützer aber nicht abfinden. Hilfe versprechen sie sich von einer Delphintherapie, durch die das Kind zuerst einmal lernen soll, selbständig den Kopf zu heben und zu halten.

Therapie kostet 15.000 Euro

Doch die Therapie ist teuer. Rund 15.000 Euro müssen ihre Eltern Ines Küppers und Lars Pierich aufbringen, denn das Therapieverfahren auf Curacao, einer Insel der ehemals niederländischen Antillen, wird von den deutschen Krankenkassen nicht anerkannt. Dass Fiona Anfang Juni trotzdem mit der Delphintherapie beginnen kann, verdankt sie auch ihrem Patenonkel Jörg Markmann.

Der hat zusammen mit Thomas Schnelle, Marion Paulussen und Nicole Hemmer den „Tag für Fiona” auf die Beine gestellt. Die Schirmherrschaft hatten Bürgermeister Bernd Jansen und Landrat Stephan Pusch übernommen.

„Ich bin überwältigt, wie viele Menschen hier mitmachen und sich ins Zeug schmeissen”, erklärte Mutter Ines Küppers am Rande der Veranstaltung. Neben vielen Attraktionen war es auch ein rund sechstündiges Bühnenprogramm, das immer wieder neue Besucher anlockte.Auf der Bühne war unter anderem der DSDS-Teilnehmer Marcel Pluschke („Plüschi”) zu sehen, der zwischen seinen Liedern immer wieder zum Spenden aufrief. Auch die KG Frohsinn war mit allem vertreten, was sie aufbieten konnte. Der Vorsitzende Paul Schnitzler war als Moderator im Dauereinsatz. Auch der Hilfarther Instrumentalverein war mit von der Partie. Aus Düsseldorf war der Karnevalist Ralf Skrabs alias „De Radschläger” gekommen, aus Straeten der „singende Wirt” Helmut Schröders. Auch das Schwanenberger Ballett-Studio Schwanensee und die Tanzschule La Vida Loca gaben sich ein Stelldichein.

Auch neben der Bühne gab es etwas zu erleben, zum Beispiel auf dem Astrotrainer, mit dem der Veranstaltungsservice Körner die Besucher ordentlich durchschüttelte. Ein HipHop-Workshop für Kinder, ein Clown, ein Massageangebot und eine Tombola sorgten ebenfalls für Stimmung.

Nachmittags stand dann fest, dass das Ziel erreicht war. Ines Küppers konnte aufatmen. „Es sieht so aus, als ob wir es geschafft haben”, erklärte sie. Trotzdem wird weitergemacht, denn mit einer rund 14-tägigen Therapie ist es nicht getan. Fiona wird noch viel Hilfe brauchen.

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