Kreis Düren: Ein Blick nach vorne: Zukunftslabor „See.Land.Stadt.“

Kreis Düren: Ein Blick nach vorne: Zukunftslabor „See.Land.Stadt.“

Die Region ist im Wandel. In den nächsten Jahrzehnten wird sich das Indeland nachhaltig verändern. Wenn der Tagebau ausgekohlt ist und das Loch von der Größe des Tegernsees langsam mit Wasser zuläuft, wird sich die Region nachhaltig verändern. Die Weichen werden aber schon jetzt gestellt.

Schon seit Jahren arbeiten die Indeland Gesellschaft, der Kreis Düren und andere Kommunen daran, sich Gedanken über die kommenden Entwicklungen zu machen.

Welche Möglichkeiten stehen dem Indeland offen? Ein Zukunftslabor beschäftigt sich mit dieser Frage. „See.Land.Stadt.“: Das ist der Titel des 5. Zukunftslabors, das am Dienstag, 20. Juni, im Science College von Haus Overbach in Jülich-Barmen stattfindet. Rund 200 Gäste werden erwartet (Anmeldungen: www.indeland.de/zukunftslabor). Namhafte Referenten aus Wissenschaft werden sich ab 12.30 Uhr mit Themen wie Mobilität, Energie oder Digitalisierung beschäftigen.

„Es ist unsere Pflicht, uns heute schon mit diesen für die Region wegweisenden Themen zu befassen“, sagt Jens Bröker, Geschäftsführer der Indeland GmbH. Bis 2030 wird die Region Einwohner verlieren und immer älter, prognostiziert zum Beispiel eine Bertelsmann-Studie. Betroffen sind auch Jülich und Düren. Köln als Metropole wird weiter wachsen — um rund 200.000 Menschen. Von diesem Boom müsse das Indeland profitieren, sagt Bröker. Aber dazu müssen die Voraussetzungen geschaffen werden: die Region muss attraktiv sein. „Die Region bietet großes Potenzial“, sagt Spelthahn. Man müsse schon heute visualisieren, was möglich sei. „Die Wachstumschancen managen“, sagt Spelthan, der Aufsichtsratsvorsitzender der Indenald-Gesellschaft ist.

Am Dienstag stehen fünf kurze Impulsreferate auf der Agenda:

Dr. Reimar Molitor, geschäftsführendes Vorstandsmitgliede Region Köln/Bonn spricht über das Zusammenwirken von Rheinschiene und Umland.

Jens Bröker macht die „Vision Indeland 2050+“ zum Thema.

Professor Christoph Hebel (Fachhochschule Aachen) betrachtet die Zukunftskomponente Mobilität.

Prof. Ulf Herrmann, ebenso FH Aachen, spricht über die Zukunftskomponente „Energie“.

Prof. Thomas Ritz (FH Aachen) macht die Digitalisierung zum Thema.

Im Anschluss findet eine Talkrunde zum Thema „Neue Stadt“ — Eine Antwort Antwort auf die Wachstumsprozesse unserer Region?“ mit dem FH-Rektor Prof. Marcus Baumann, den renommierten Landschaftsarchitekten Stephan Lenzen, Thomas Thelen, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, und WDR-Journalist Michael Esser statt. Moderiert wird die Veranstaltung von unserem Redakteur Patrick Nowicki.

(inla)