Kreis Heinsberg: Ehrenamt wird in den Blickpunkt gerückt

Kreis Heinsberg: Ehrenamt wird in den Blickpunkt gerückt

„Das Jahr 2017 war geprägt von einigen Veränderungen“, berichtete Vorsitzender Ronnie Goertz bei der Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Heinsberg im Forum der Geilenkirchener Berufskollegs. Als „Meilenstein“ bezeichnete Goertz die neue Heimat des Kreissportbundes (KSB).

Aufgrund der gewachsenen Zahl von Mitarbeitern seien die Räumlichkeiten der Geschäftsstelle in Kirchhoven an der Stapper Straße nicht mehr optimal gewesen. Nach guten Gesprächen habe der KSB zum 1. Oktober 2017 in das Kreishaus in Heinsberg an der Valkenburger Straße umziehen können. Dort sei der KSB seitdem auf der fünften Etage in den Räumen 535 und 536 zu finden. „Neben einer zentraleren Lage in Heinsberg bietet der Umzug für uns auch kürzere Wege zu vielen Ansprechpartnern im Kreishaus“, so Goertz. „Die gute und für viele unserer Aktivitäten wichtige Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung findet nun auch im Arbeiten unter einem Dach eine wichtige Anerkennung und Wahrnehmung.“

Gymnastikraum angemietet

Darüber hinaus habe sich der KSB mit dem Kreis auf eine Anmietung des Gymnastikraums in der ehemaligen Gebrüder-Grimm-Schule in Heinsberg an der Oberbrucher Straße verständigen können. Dort soll es ab April ein entsprechendes Bewegungsangebot, insbesondere mit Schwerpunkt im Rehasport (Orthopädie), geben. Langfristig solle diese Räumlichkeit zu einem Standort im Gesundheitssport aufgebaut werden.

Mit David Rosenkranz hat der KSB einen Nachfolger für Anouk Reichardt in der Leitung der Geschäftsstelle finden können. Neben der Geschäftsführung ist er auch als Kursleitung im Rehasport für den KSB tätig.

In diesem Jahr rückte KSB-Vorsitzender Ronnie Goertz die Initiative Ehrenamt 2018 — 2022 des Landessportbundes (LSB) in den Fokus der Vereine. Bindung und Gewinnung von Ehrenamtlichen würden ein existenzielles Problem der Sportvereine darstellen, so Goertz. Es gebe zwar viele Ansätze, es fehle aber oft an einer systematischen Auseinandersetzung mit diesem Thema. Im Laufe des Jahres sollten nun nach Vorstellung von Goertz verschiedene Maßnahmen und Aktivitäten entwickelt werden, um die landesweite Initiative vor Ort zu unterstützen und das Ehrenamt auch im Sinne der Zukunftsfähigkeit der Vereine zu stärken.

Mehr Menschen als bisher für das ehrenamtliche Engagement im Sportverein zu motivieren: Dies ist das erklärte Ziel dieser Initiative, die der Landessportbund mit Unterstützung der Landesregierung gestartet hat. Mit der Initiative will der LSB die für den Sport wichtigen Themen Ehrenamt und Engagement verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Beratungen sollen helfen, in den Vereinen eine systematische Ehrenamts- und Engagementförderung zu etablieren. Vereine sollen ermutigt werden, qualifizierten Ehrenamtsmanagern eine feste Position im Verein zu geben.

Mit der Aktion „Tage der Ehre“ will der LSB außerdem jeden Tag zu einem „Tag des Ehrenamts“ machen. Ab 14. April soll es im Laufe eines Jahres mindestens 365 Aktionen für das Ehrenamt geben. Ronnie Goertz appellierte an die Vereine, die Aktion mit Leben zu füllen. Immerhin winken 500 Euro für die Vereinskasse.

Aktiv ist der Kreissportbund weiterhin in einem breiten Spektrum von Projekten: „NRW bewegt seine Kinder!“, „Bewegt ­gesund bleiben!“, „Bewegt älter werden!“ oder „Integration durch Sport“ sind die Themenfelder. Aber auch das Sportabzeichen beschäftigt den KSB weiter sehr. So soll im Zusammenwirken mit Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Kreissparkasse und Landessportbund ein konkretes Angebot für Firmen im Kreis Heinsberg entwickelt werden: Training und Prüfung für das Sportabzeichen sollen zu einem Bestandteil der gesunden Unternehmenskultur werden.

Nur eine Wahl

Bei der einzigen Wahl im Rahmen dieser KSB-Mitgliederversammlung wurde René Balleer einstimmig für die Zeit bis zur nächsten ordentlichen Neuwahl im Jahr 2019 zum Vorstandsmitglied für Finanzen bestimmt.

(disch)