Heinsberg: Ehemalige Pfadfinder treffen sich zu einem Wiedersehen

Heinsberg: Ehemalige Pfadfinder treffen sich zu einem Wiedersehen

Mehr als 30 Teilnehmer zählte ein Treffen ehemaliger Pfadfinder in Heinsberg. Organisiert hatte es Heinz Aretz, der von 1963 bis 1971 Leiter des Heinsberger Stammes war. Erster Punkt im Programm war die Besichtigung des neu gestalteten Burg- und Kirchbergs unter der Leitung von Richard Jochims vom Kreismuseum.

Eine Messe im Selfkantdom mit Gedenken an die lebenden und verstorbenen ehemaligen Heinsberger Pfadfinder schloss sich an. Zelebranten waren Klaus Bamfaste, der in Hürtgenwald lebt, und Toni Jansen, ehemaliger Religionslehrer am Kreisgymnasium Heinsberg, aus Birgden. „Wir haben vor vielen Jahren in der Pfadfindergemeinschaft gemeinsam viel Schönes und Unvergessliches erlebt”, betonte Bamfaste in seiner Predigt.

„Dass dieses gemeinsam Erlebte nicht einfach Vergangenheit ist, sondern im Innehalten und Erinnern wieder neu hinein geholt werden kann in unser Leben, sozusagen wieder ein Stück weit lebendig wird in der Gegenwart, habe ich heute Nachmittag in den ersten Begegnungen unter uns tief empfunden.”

Beim anschließenden Treffen im Jugendheim an der Westpromenade dankte Aretz Franz Josef Verfürth, der es übernommen hat, altes Bildmaterial der Heinsberger Pfadfinder zu digitalisieren und Clemens Nilges, selbst Pfadfinder, der als Heimleiter für das leibliche Wohl gesorgt hatte.

Die Idee zum Ehemaligen-Treffen sei ihm gekommen, als er vor zwei Jahren über die Erweiterung des Hauses St. Georg in Wegberg in der Zeitung gelesen habe, berichtete Aretz. „Wenn ich aus heutiger Sicht meinen Lebenslauf betrachte, kann ich für mich sagen, dass meine Mitgliedschaft bei den Pfadfindern mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung mit geprägt hat”, betont er.

Gemeinsames Erleben, sich Herausforderungen zu stellen, Schwierigkeiten zu meistern, Verantwortung für andere und für sich zu übernehmen, seien wichtige Erfahrungen gewesen. „Diese Erfahrungen waren für mich auch in meinem Beruf als Sozialarbeiter und später auch als Jugendamtsleiter sehr wichtig.”

Aretz erinnerte an den Aufbau des Heinsberger Stammes nach dem Krieg mit Fritz Becker und Heinz Koulen. Sogar der spätere Aachener Domkapitular Erich Strick sei dabei gewesen, als der Heinsberger Stamm dann aus der Taufe gehoben worden sei, ebenso wie Franz Schmitz und Lothar Babst. Erster Stammesfeldmeister sei Hans Ferdi Jennishen gewesen, gefolgt von Hermann Josef Schins, Karl Leo Aretz und Hans Aretz von 1963 bis 1971.

„Leider fehlte es zu dieser Zeit an Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die die Pfadfinderarbeit hätten fortsetzen können”, bedauerte er. Erst 1986 hätte es unter der Leitung von Gisela und Werner Gatzweiler für einige Jahre wieder Pfadfinderleben in Heinsberg gegeben.

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