E-Mail aus... Namibia

E-Mail aus... Namibia

Um 6 Uhr morgens stehen wir mit der Sonne auf. Wir, das sind zwei andere Mädchen und ich. Drei Freiwillige in Namibia. Wir leben zusammen mit einem Ureinwohnervolk in einem kleinen Dorf, fernab der Zivilisation. An das frühe Aufstehen haben wir uns gewöhnt. Jetzt ins Bad, Zähne putzen und — na toll.

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Wieder mal kommt kein Wasser. Das passiert hier morgens öfters. Hände waschen, auf die Toilette gehen, Zähne putzen, das ist dann erst einmal nicht möglich. Schlimm ist das nicht, ein paar Stunden später kommt wieder Wasser aus dem Hahn. Aber diese paar Stunden führen uns deutlich vor Augen, wie gut wir es zu Hause haben. Wir müssen nicht darüber nachdenken, wir drehen den Hahn auf, und da kommt so viel Wasser wie wir wollen. Und damit gehören wir zu dem viel kleineren Teil der Menschen auf dieser Erde. Um 9 Uhr probieren wir es noch einmal. Zuerst gurgelt es bedrohlich, dann endlich kommt das herrliche Nass aus dem Wasserhahn. Vor Freude führen wir einen kleinen Tanz auf, den die Afrikaner hier bestimmt als Regentanz durchgehen lassen. Dass ich mich so über fließendes Wasser freuen kann, hätte ich nie gedacht.

Lena Feuser Schülerredaktion
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