Erkelenz: Durch dicke Schichten in die Geschichte

Erkelenz: Durch dicke Schichten in die Geschichte

Mit dem Rheinlandtaler hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) den Erkelenzer Maler und Heimatforscher Josef Lennartz ausgezeichnet.

Lennartz gilt als ein Vorreiter der modernen Heimatforschung und hat sich schon kurz nach dem Krieg der Dokumentation und Erforschung der Erkelenzer Geschichte verschrieben.

Die stellvertretende LVR-Vorsitzende Jutta Eckenbach bescheinigte Lennartz, das kulturelle Leben im Rheinland durch seine Arbeit bereichert zu haben. „Ohne seine Arbeit wären historische Zusammenhänge und Ereignisse in und um Erkelenz verschollen geblieben.”

Seine umfangreiche Sammlung mit Dokumenten und Zeugnissen der Heimatgeschichte hat Lennartz dem Stadtarchiv übergeben, damit auch später noch junge Forscher damit arbeiten können. Mit seiner Arbeit habe Lennartz Maßstäbe gesetzt und sei Vorbild für die Nachfolger, betonte Eckenbach. Mit nunmehr 85 Jahren blicke er auf eine große Lebensleistung zurück.

Landrat Stephan Pusch zeigte sich beeindruckt von dem umfassenden Wissen, das Lennartz im Laufe der Jahre akribisch zusammengetragen hat. Dabei habe er sich stets um Sachlichkeit bemüht und streng an die Fakten gehalten. Geschichte sei nicht nur Geschehenes, sondern auch Geschichtetes, betonte Pusch.

Durch diese Schichten müsse man sich wühlen, um einen Eindruck des Vergangenen zu erhalten. Die Arbeit des Forschers ermögliche es den Menschen, die Region zu begreifen. Sie sei Ansporn zur Beschäftigung mit den eigenen Wurzeln.

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