Berlin: Worauf Konsolenspieler sich freuen können

Berlin: Worauf Konsolenspieler sich freuen können

Kein Zweifel: Unter vielen Weihnachtsbäumen werden in diesem Jahr Spiele für mobile Konsolen liegen. Komplettes Neuland betreten Spieler zum Fest aber nicht. Im Trend liegen Klassiker mit neuen Ideen.

Einen ungewöhnlichen Dreh haben die Entwickler zum Beispiel für „Invizimals Schattenzone” für die Playstation Portable (PSP) gefunden. Das Spiel erinnert zunächst stark an die „Pokemon”-Reihe: Der Spieler begibt sich auf die Jagd nach kleinen Monstern, die er einfangen, trainieren und dann in den Kampf gegen andere Monster schicken kann.

Doch der Clou bei „Invizimals” ist die Spielumgebung: Dank der PSP-Kamera werden die eigenen vier Wände zum Spielfeld. Dazu werden Code-Karten in der Wohnung gestreut. Richtet man die Kamera darauf, sieht man auf dem Display eines der kleinen Monster durchs Zimmer turnen. Ob auf dem Küchentisch oder im Adventskranz - der Kampf der Kreaturen kann überall stattfinden. Das Spiel ist bei Sony für 26 Euro ohne und für 50 Euro mit Kamera erschienen.

Ein wenig konventioneller geht es bei „Golden Sun: Die dunkle Dämmerung” für den Nintendo Doublescreen (DS) zu. Im dritten Teil der Rollenspiel-Reihe schlüpft der Spieler in die Rolle des Sohnes des Protagonisten der ersten beiden Spiele, um das Land Weyard vor der Dunkelheit zu beschützen.

Auf dem Weg dahin gilt es, Rätsel zu lösen und in rundenbasierten Kämpfen Monster zu besiegen. Steuern lässt sich das Abenteuer wahlweise per Touchscreen oder mit den Tasten des DS. Anders als bei den Vorgängern für den Gameboy Advance gibt es die Spielwelt diesmal komplett in 3D. Die Monster sind groß genug, um gleich beide Bildschirme des DS zu füllen. Nintendo vertreibt das Spiel für 40 Euro.

Ebenfalls viel Platz braucht der schnellste Igel der Welt: Sonic the Hedgehog meldet sich auf dem DS zurück. Seinen letzten Auftritten begegneten Fans eher mit gemischten Gefühlen. Mit dem 36 Euro teuren „Sonic Colours” versucht Sega jetzt, den Glanz alter Episoden mit moderner Spielmechanik zu mischen: 2D- und 3D-Passagen wechseln sich regelmäßig ab.

Manche Hindernisse im Spiel lassen sich nur mit den „Wisps” genannten Aliens überwinden, die Sonic neue Fähigkeiten verleihen. Zwei Dinge sind jedoch beim Alten geblieben: Der Bösewicht ist immer noch Dr. Eggman und Sonic ist immer noch verdammt schnell.

Nicht weniger rasant geht es auf der PSP zu: „Split/Second: Velocity” ist ein klassisches Rennspiel, das sich von der Konkurrenz vor allem durch den Schauplatz abhebt. Der Spieler rast nicht über Rennstrecken, sondern durch eine eigens für eine TV-Show geschaffene Stadt. Während des Rennens können die Fahrer die Strecke zu ihrem eigenen Vorteil verändern. Sie räumen Hindernisse aus dem Weg, reißen Brückenpfeiler ein oder sprengen ganze Gebäude um den schnellsten Weg zum Ziel zu finden oder dem Gegner Steine in den Weg zu legen.

Im lokalen Multiplayer-Modus können bis zu vier Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten. „Split/Second” von Disney Interactive Studios kostet 29 Euro.

Eine ganz andere Erfahrung bietet Ubisofts „Michael Jackson - The Experience”. Sowohl auf dem DS als auch auf der PSP können Spieler in die Rolle des verstorbenen Megastars schlüpfen. Das Spiel orientiert sich an Höhepunkten aus Michael Jacksons Leben. Bei der DS-Version (28 Euro) müssen Spieler durch Fingertippen auf dem Touchscreen Jacko tanzen lassen.

Im Spiel enthalten sind zwölf der bekanntesten Songs des „King of Pop”. In der PSP-Version (24 Euro) gibt es drei Lieder mehr, darunter auch den Hit „Thriller”, der auf dem DS fehlt.