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Falsche Handwerker und Service-Betrüger: Wie man die schwarzen Schafe im Internet erkennt

Falsche Handwerker und Service-Betrüger : Wie man die schwarzen Schafe im Internet erkennt

Falsche Handwerker, Pseudo-Firmen, Abzock-Dienstleister: Im Netz tummeln sich viele Betrüger. Es gibt aber leicht erkennbare Warnsignale.

Ob über Suchmaschinenoptimierung oder gekaufte Anzeigen: Unseriöse Dienstleister, Pseudo-Firmen oder -Handwerker tun viel, um sich Spitzenplätze bei Internet-Suchergebnissen zu sichern. Zudem geben windige Geschäftemacher oft eine lokale Telefonnummer an, um vertrauenswürdiger zu wirken – und das ohne Firmensitz vor Ort.

Doch es gibt Warnsignale für schwarze Schafe. „Unseriös ist meistens vor allem billig, das heißt: Wenn man ein Angebot bekommt, das zu gut ist, um wahr zu sein, sollte man misstrauisch werden“, sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Und der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärt, dass seriöse Dienstleister „jederzeit Zugriff auf die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen AGB“ ermöglichen. Gleiches gelte für die Verfügbarkeit einer geografische Adresse sowie mindestens einer E-Mail-Adresse.

Auch auf Dienstleistungsportalen schummeln sich windige Geschäftemacher mit unlauteren Mitteln oft nach oben in die Suchergebnisse – weil viele Nutzer den erstbesten Treffer  kontaktieren. „Die Trefferlisten zu Suchanfragen im Internet spiegeln kein objektives Ranking in Bezug auf Seriosität der Unternehmen wider“, warnt ein Sprecher der Bundesnetzagentur. „Die Plätze der Suchmaschinenranglisten können durch verschiedene Methoden manipuliert werden.“

Dieselbe Firma in vielen Städten?

Verbraucher werden oft auch durch viele, nahezu identische Webseiten getäuscht, die sich oft nur durch den Ort unterscheiden, an dem die Firma angeblich ansässig ist. „Der Verbraucher kann dies unter anderem daran erkennen, wenn dieselbe Firma bei weiteren Suchanfragen zu anderen Orten mit einem identischen Internetauftritt zu finden ist“, erklärt der Netzagentur-Sprecher.

Bei nicht-lokalen Telefonnummern sollten Verbraucher grundsätzlich vorsichtig sein, etwa 0800er- und 032er- sowie Handynummern. Die Bundesnetzagentur schaltet regelmäßig solche Rufnummern ab, wenn sie missbraucht werden, sagt deren Sprecher. Wettbewerbsrechtlich sei es unzulässig, wenn eine Ortsnähe nur vorgetäuscht ist.

Ein Streitpunkt, der immer wieder auftaucht, ist der Preis einer Leistung. Es kann vorkommen, dass bei Handwerkern Arbeiten berechnet werden, die gar nicht getätigt wurden. Oder dass bei Handyreparaturen Zusatzkosten aufgelistet werden, die vorher nicht transparent gemacht wurden.

Vor der Bestellung muss der Anbieter Kunden den Gesamtpreis samt aller Steuern und Abgaben nennen, fasst der Bundesverband der Verbraucherzentralen zusammen. Auch alle zusätzlichen Fracht-, Liefer- oder Versandkosten müssen transparent sein. Sonst dürfen diese nicht berechnet werden.

(dpa)