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Was Online-Beiträge über den Charakter verraten

Was Online-Beiträge über den Charakter verraten

Düsseldorf. Im Internet hinterlassen die Nutzer unzählige Spuren. Sie schreiben zum Beispiel Produktbewertungen oder verfassen Beiträge in Foren. Die Art, wie sie dabei die Inhalte in Worte kleiden, lässt Rückschlüsse auf ihren Charakter und auch auf ihren aktuellen Gemütszustand zu.

Und das sogar dann, wenn sie inhaltlich an sich nichts Bedenkliches formulieren. Wer seinen guten Ruf im Internet wahren möchte, sollte bei der Wahl seiner Worte doppelte Vorsicht walten lassen. Es sollte sich von selbst verstehen, dass ausfällige Bemerkungen, Beschimpfungen und Verleumdungen tabu sind.

Aber auch allzu auffällige Anhäufungen negativ gefärbter Beiträge zum Beispiel in Foren oder Bewertungsportalen können ein schlechtes Bild auf den Verfasser werfen. Sogar dann, wenn die negativen Kritiken im Kern der Wahrheit entsprechen, kann eine größere Anzahl von „Nörgelbeiträgen” desselben Autors abschreckend wirken.

Informiert sich etwa ein potenzieller Arbeitgeber über einen Bewerber im Web und stößt er auf solche Inhalte, könnte er daraus schließen, dass die betreffende Person entweder grundsätzlich zu negativ eingestellt oder nur schwer zufriedenzustellen ist.

Ebenso sollte Vorsicht walten, wenn es darum geht, in Foren ins Plaudern zu geraten. Wird beispielsweise in einem Gartenforum plötzlich über die panische Angst vor Spinnen und dann im nächsten Schritt über Angst vor Gewitter oder gar Panikattacken in einem Fahrstuhl berichtet, wird eine Grenze überschritten, ohne dass dies den meisten Nutzern bewusst ist.

Da solche Beiträge meist öffentlich einsehbar sind, könnten sie den Verfasser als labile Persönlichkeit dastehen lassen. Nicht nur bei der Stellensuche kann dies zu einem unerwarteten Hemmschuh für einen Bewerber werden, dessen Boss in spe sich im Web schlau macht.

Forenbetreiber im Nachhinein um die Löschung von Beiträgen zu bitten, die ein schlechtes Licht auf die eigene Person werfen könnten, ist mühselig. Deshalb ist es sinnvoller, schon beim Verfassen der Nachrichten über mögliche Konsequenzen nachzudenken und mit entsprechendem Fingerspitzengefühl zu schreiben.