Berlin/Bonn: Warnung vor „wolkigen Versprechen” beim Cloud-Computing

Berlin/Bonn: Warnung vor „wolkigen Versprechen” beim Cloud-Computing

Fotos, Musik oder ganze Festplatteninhalte ins Internet auslagern und sämtliche Anwendungen webbasiert durchführen - das klingt verlockend. Doch die bedenkenlose Nutzung des „Cloud-Computing” ruft auch Kritiker auf den Plan.

So warnt der IT-Sicherheitsinformationsdienst „mIT Sicherheit” in seiner aktuellen Ausgabe im Internet: „Dass Daten dort vor unbefugtem Zugriff sicher gespeichert und verwaltet werden können, ist ein wolkiges Versprechen.” Der Dienst sieht „schwere Sicherheitsprobleme”.

Für Unternehmen etwa bedeuteten Cloud-Dienste gegenüber lokalen Rechnern oder eigenen Rechenzentren zwar die kostengünstigere Alternative, doch die Standorte für „sensible Unternehmensdaten” seien häufig unbekannt. Unnötige Betriebsrisiken entstünden auch dadurch, dass Anbieter von Cloud-Diensten ihre Dienstleistungen oft nur unzureichend definierten. „Für den Privatnutzer bestehen ähnlich gelagerte Risiken”, heißt es.

Firmen wird geraten, zunächst zu klären, ob die Auslagerung von Daten rechtlich statthaft sei. Auch sei darauf zu achten, dass dem Benutzer ein Backup ermöglicht werde. Von Cloud-Dienstleistern, die keine Auskunft über Server-Standort und Sicherungsmechanismen geben, sei abzuraten. Beim Thema Datenschutz sieht „mIT Sicherheit” ein oft nicht auszuräumendes Problem: Trotz vertraglicher Garantien, sei die Einhaltung des vertraulichen Umgangs kaum nachprüfbar.