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Spiele auf dem Smartphone: Von Snake zur mobilen Monsterjagd

Spiele auf dem Smartphone : Von Snake zur mobilen Monsterjagd

Wer spielt, tut das mitunter auch gern unterwegs – Stichwort Game Boy. Die mobile Mini-Konsole feierte in den 90er Jahren große Erfolge. Inzwischen gibt es längst Nachfolger und auch Sony hat eine Spielkonsole zum Mitnehmen auf dem Markt.

Die 90er sind aber längst vorbei, und inzwischen finden sich wohl deutlich mehr Smartphones als Game Boys und Nachfolgemodelle in den Taschen und Rucksäcken.

Man kann davon halten, was man möchte, aber das Argument, Smartphone-Spiele seien nur abgespeckte Versionen von den Originalen, funktioniert nicht mehr. Aktuelle Handys können mit den portablen Konsolen mithalten, selbst aufwendige Online-Rollenspiele laufen auf den „Telefonen“. Super Mario hüpft ebenfalls seit geraumer Zeit bei allen, die wollen, übers Display. Es ist längst kein Problem mehr, unterwegs Pokémon zu jagen, oder in der traditionellen Pixel-Optik mit viereckigen Klötzen Dörfer in Minecraft aufzubauen. Selbst die Sims kann man auf dem Smartphone herumtragen, um zwischendurch nach dem Rechten im liebevoll gestalteten Haushalt sehen zu können. Kurzum: Zu vielen bekannteren Spielen gibt es inzwischen Smartphone-Versionen.

Der Markt hat sich gewandelt. Angefangen beim legendären Snake über das undefinierbare, aber doch irgendwie niedliche Figürchen in Doodle Jump – bis ins Hier und Jetzt zu komplexen Rollenspielen. Waren die früheren Handyspiele eher einfach gehalten und maximal dafür gedacht, die Wartezeit auf den nächsten Bus zu verkürzen, kommen jetzt auch echte Zocker auf ihre Kosten.

Auch eine Neuerung, die mit dem veränderten Markt einhergeht, und die nur die logische Folge ist: Im Gegensatz zum vorinstallierten Snake oder zum Mini-Spiel Doodle Jump, das man für recht überschaubare 99 Cent erstehen konnte, kosten die Spiele heute Geld.

Eine Schattenseite: die Daten. Wer früher via Game Boy auf Pokémon-Jagd gegangen ist, musste weder Standort noch Kamera oder Mikrofon freigeben. Abgegriffene Daten? Gab’s nicht. Speicherstände wurden lokal auf den Game-Boy-Kassetten gespeichert, nirgendwo sonst. Viele Smartphone-Spiele dagegen starten nicht einmal ohne Internet, und auch die mobilen Konsolen ziehen mit ihrem Datenhunger langsam nach.

Wem das Daddeln auf dem Handy nach wie vor nicht geheuer ist, der muss übrigens nicht verzagen. Ein Ende von PlayStation, Xbox & Co. ist nicht in Sicht. Nintendo hat mit seiner aktuellen Konsole sogar einen Hybriden auf den Markt, der sowohl unterwegs als auch zu Hause funktioniert. Denn: Bei einem gemütlichen, digitalen Spielabend auf dem Sofa können Handyspiele nicht mithalten. Bei aktuellen Titeln und für unterwegs spielen sie dafür inzwischen vorn mit.