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München: Von Ringen und anderen Schätzen: Neue PC-Spiele im April

München : Von Ringen und anderen Schätzen: Neue PC-Spiele im April

Die Bücher, die Filme und nun das Spiel - die Geschichten rund um Mittelerde gehen in die nächste Runde: „Der Herr der Ringe Online” gibt den Spielern Gelegenheit, die Fantasy-Welt auf eigene Faust zu erkunden. Doch der Ring ist nicht der einzige Schatz, um den es im April am Computer geht.

Mit „Dawn of Magic” und „Loki - Im Bannkreis der Götter” fordern zwei weitere Titel dazu auf, sich Monstern zu stellen, um an einzigartige Gegenstände zu gelangen. „Aura 2: Die heiligen Ringe” ist ein Adventure im Stil des Klassikers „Myst”. Für Fans von Echtzeit-Strategie kommt „Genesis Rising”.

Wer in den vergangenen Jahren von einem Online-Rollenspiel sprach, meinte meist „World of Warcraft”. Kein anderer Titel hat es geschafft, so viele Menschen anzuziehen, die gemeinsam eine Fantasy-Welt erkunden wollten und noch immer wollen. Codemasters stellt dem Klassenprimus jetzt einen starken Konkurrenten gegenüber: „Der Herr der Ringe Online” bedient sich jener Hintergrund-Geschichte, die bis heute fast jedes Kind kennt. Wenn das Spiel am 24. April an den Start geht, kann zunächst das Gebiet Eriador erkundet werden.

Doch es bleibt nicht bei der Welt, die hier detailgenau nachgebaut worden ist. Beim Durchstreifen der Landschaft begegnet der Spieler auch den Helden des Originals - der Zauberer Gandalf oder auch Zwerg Gimli sind nur einige davon. Wie bei Online-Rollenspielen üblich, muss der Spieler sich dafür zunächst seinen Avatar - die Spielfigur - aussuchen und sie durch das Erfüllen von Aufträgen oder Kämpfe gegen Monster in höhere Ränge - Level - aufsteigen lassen. „Der Herr der Ringe Online” wird rund 50 Euro kosten, außerdem fallen monatliche Gebühren an.

Fantasywelten sind auch die Basis der meisten Action-Rollenspiele, die in der Regel allein am PC gespielt werden. Wie es der Klassiker „Diablo 2” in den Neunzigern vorgemacht hat, funktionieren die Titel dieses Genres auch heute noch auf dem simplen Prinzip, einen Helden auf Monsterhorden zu hetzen - in der Hoffnung, dass er das überlebt und die Monster ein paar wertvolle Gegenstände hinterlassen.

Im April wollen gleich zwei Entwickler-Teams jeweils ein Action-Rollenspiel präsentieren. Crimson Cow will mit „Loki - Im Bannkreis der Götter” die Sammelwut beim Monster jagen auf ein neues Niveau heben: Mehr als 100.000 Gegenstände sollen in der virtuellen Spielwelt zu finden sein. Und weil das Ganze ja irgendwie Sinn machen muss, geht es um eine Hintergrundgeschichte, in der ein Held - also der Spieler - das wiedererwachte Böse bekämpft. „Loki” erscheint Ende April zum Preis von rund 45 Euro.

Auch bei „Dawn of Magic” gilt es, die üblen Pläne der bösen Seite zu durchkreuzen. Mittel zum Zweck: Monster müssen ins digitale Nirvana geschickt werden. Im Unterschied zu anderen Titeln gibt es dabei aber eine Einschränkung: In der mittelalterlich angehauchten Welt ist der Spielercharakter auf die Rolle des Magiers beschränkt. Der aber kann aus einem guten Dutzend unterschiedlicher Magiebereiche seine Künste erlernen. Das soll besonders im Mehrspieler-Modus zum Tragen kommen, wenn jeder Held mit einer anderen Spezialisierung punkten kann. „Dawn of Magic” von Deep Silver kommt am 20. April zu den Händlern und wird rund 45 Euro kosten.

Dass es auch fantastische Welten für Computer-Festplatten gibt, in denen es kampflos voran geht, hat schon vor mehr als zehn Jahren die Adventure-Legende „Myst” gezeigt. In der Zwischenzeit ist es gerade um derartige Spiele etwas still geworden - gänzlich ausgestorben sind sie aber bis heute nicht. Ein aktuelles Beispiel ist „Aura 2: Die heiligen Ringe” von CDV, das für Mitte April angekündigt ist.

Und wie bei „Myst” gilt es, sich durch eine fremde Welt und deren Geschichte zu arbeiten - was vor allem dadurch geschieht, dass in bewährter Point-and-Click-Manier knifflige Rätsel gelöst werden. Zudem begegnen dem Spieler auf seiner Reise verschiedene Charaktere, mit denen er auf die eine oder andere Weise zusammenarbeiten kann. Der Einstieg in die Rätselwelt wird rund 30 Euro kosten.

Wer es lieber weniger mystisch mag, der kann bei Flashpoint fündig werden. Hier sind für den April „Neue Abenteuer auf der Schatzinsel” angekündigt, bei denen in der Piraten-Atmosphäre des Roman-Klassikers von Robert Louis Stevenson gerätselt wird. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Jim Hawkins, der von Long John Silver einen Hinweis auf einen riesigen Schatz erhält. Dieser ist - wo auch sonst - auf einer Insel vergraben. Also gilt es, die Landschaft zu erkunden, um Gold und Edelsteine heben zu können. Das Spiel wird knapp 40 Euro kosten.

Weil es einen Monat ohne eine Neuerscheinung im Bereich Echtzeit-Strategie wohl seit Jahren nicht mehr gegeben hat, wartet auch der April mit einem entsprechenden Titel auf. „Genesis Rising” erscheint wie „Aura 2” bei CDV und spielt in ferner Zukunft irgendwo im All. Statt herkömmlicher Raumschiffe kommen Gefährte zum Einsatz, die sich durch Gene verändern lassen und somit immer neue Eigenschaften aufweisen, mit denen sich Gegner schneller eliminieren lassen. „Genesis Rising” wird rund 45 Euro kosten.