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Berlin: Von Pixelskatern, Touchscreen-Ninjas und Minispielen mit Mario

Berlin : Von Pixelskatern, Touchscreen-Ninjas und Minispielen mit Mario

Für Mario gibt es keine Ruhepause: Auch diesen Monat erscheint mit „Mario Party: Island Tour” ein neues Spiel mit Nintendos Maskottchen. Für Android-Smartphones gibt es derweil mit „Final Fantasy 6” einen echten Klassiker, für Vita und iOS-Geräte schnelle Action in Form von „OlliOlli” und „Shadow Blade”.

Die Serie „Mario Party” hat sich mit einer Mischung aus digitalem Brettspiel und Minispiel-Sammlung einen Namen gemacht. Für den neuesten Ableger „Island Tour” für den 3DS hat Nintendo die Rezeptur allerdings leicht verändert: So tauchen die beliebten Minispiele nun deutlich seltener auf als in den Vorgängern, teilweise sogar nur ein- oder zweimal pro Spiel. Gerade im Einzelspieler-Modus verbringt man daher viel Zeit damit, den computergesteuerten Gegnern beim Würfeln zuzuschauen - was schnell langweilig wird.

Mit mehreren menschlichen Mitspielern ist „Mario Party” deutlich lustiger. Dafür sorgen vor allem die neu gestalteten Spielbretter, auf denen die Spieler Fallen und anderen Gefahren ausweichen müssen. Allerdings fällt dabei auch schnell auf, dass Glück bei „Island Tour” eine noch größere Rolle spielt als in anderen „Mario Party”-Titeln. Praktisch ist dafür, dass man auch für Partien mit vier Teilnehmern an jeweils einem 3DS nur eine Version des Spiels braucht. Für rund 35 Euro steht die Spielesammlung ab sofort im Handel, eine Altersbeschränkung gibt es nicht.

„Final Fantasy 6” gilt unter Fans als vielleicht bester Teil der langlebigen Reihe. Seine Premiere feierte das Rollenspiel 1994 auf dem Super Nintendo, nun ist es auch für Smartphones und Tablets mit Android erhältlich. Eine iOS-Version soll in Kürze folgen. Für die Smartphone-Umsetzung hat Entwickler Square Enix die Steuerung für Touchscreens angepasst und dem Spiel ein eher gewöhnungsbedürftiges Facelift spendiert, das die alte Pixeloptik mit neuen HD-Elementen kombiniert.

Das fantastische Spiel unter der Oberfläche bleibt jedoch erhalten: Hauptfigur ist das magisch begabte Mädchen Terra, das mit einer Rebellenorganisation gegen ein böses Imperium kämpft. Dabei begegnet sie einem ganzen Haufen von interessanten Charakteren, mit denen der Spieler in die aus anderen „Final Fantasy”-Spielen bekannten Kämpfe auf Rundenbasis zieht. Das macht heute noch so viel Spaß wie vor knapp 20 Jahren, einziger Wermutstropfen ist der Preis: Mit knapp 15 Euro ist „Final Fantasy 6” für ein Smartphone-Spiel sehr teuer.

„Danganronpa: Trigger Happy Havoc” für die Playstation Vita hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sondern ist auch ein etwas anderes Spiel. Die Mischung aus Detektiv-Adventure und Rollenspiel erzählt die schaurige Geschichte einer Eliteschule, deren Schüler von einem mordlüsternden Bären terrorisiert werden. Er stachelt die Schüler an, sich gegenseitig umzubringen - und nur der letzte Überlebende kann die Schule wieder verlassen.

„Danganronpa” ist also definitiv nichts für Kinder, auch wenn die bunte Anime-Optik das zunächst vermuten lässt. Aufgabe des Spielers ist es, lang genug zu überleben, um das Geheimnis des Bären zu ergründen. Das Gameplay besteht vor allem aus textlastigen Dialogen und einigen Rätseln, die die spannend erzählte Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen vorantreiben. Der interaktive Roman von Flashpoint ist ab 16 Jahren freigegeben und kommt am 14. Februar für rund 40 Euro in die Läden.

Weniger Text, dafür umso mehr schnelle Action bietet „OlliOlli” von Roll 7, ein Downloadspiel für die Vita. Der Titel führt den Spieler zurück in die 80er, als ein Videospiel noch pixelig und Skateboarden der coolste Sport der Welt war. In über 100 Leveln muss der Spieler mit seinem Rollbrett irgendwie ans Ziel gelangen. Dabei sind zahlreiche Hindernisse im Weg, die zu spektakulären Tricks einladen. Je riskanter das Manöver, desto mehr Punkte gibt es dafür, desto schwerer ist der Trick aber auch zu meistern. „OlliOlli” ist alles andere als ein einfaches Spiel, macht aber trotzdem schnell süchtig. Etwa 10 Euro werden für den Download fällig.

Auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit kommt es auch bei „Shadow Blade” für iPhone und iOS an. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Ninjas und rennt, klettert und kämpft sich durch 30 Level, die mit Abgründen, Fallen und Feinden gespickt sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Actionspielen ist „Shadow Blade” kein sogenannter Endless Runner, in dem es immer nur vorwärts geht - stattdessen hat der Spieler jederzeit volle Kontrolle über seinen Helden. Die Touchscreen-Bedienung reagiert dabei sehr präzise. Wer mag, kann das Spiel aber auch mit einem externen Controller steuern. Der Plattformer von Crescent Moon Games ist für 1,79 Euro im App Store erhältlich.

(dpa)