1. Digital

Digitale Waschmaschine: Vom „Luxus“ WLAN-fähiger Haushaltsgeräte

Digitale Waschmaschine : Vom „Luxus“ WLAN-fähiger Haushaltsgeräte

Kaum ein neues Haushaltsgerät kommt ohne Wifi aus, ob Drucker, Fernseher oder der Waschtrockner. Eine lustige Spielerei ist das schon – hat aber auch seine Tücken.

Eine schöne neue Welt: Der Fernseher ist ein Smart-TV, das Auto misst den Abstand zum Vordermann und der Wäschetrockner ist WLAN-fähig. Hätte jemand im Jahr 2000 gesagt, dass man in 20 Jahren Haushaltsgeräte mit dem Telefon wird steuern können, dann hätte man ihn womöglich ausgelacht.

Also, da steht er nun: Weiß und mit einer Tür, die direkt aus einem Science-Fiction-Film stammen könnte. Wenn der Nutzer sie öffnet, schaltet sich in der Trommel ein Licht an! Damit man die Wäsche auch im Dunkeln noch in der Maschine findet... 

Aber zurück zum WLAN: Mit einem Aufkleber direkt auf der Front weist das Gerät darauf hin, dass es „Wifi“-fähig sei. Wenn Haushaltsgegenstände das von sich behaupten, ist Vorsicht angeraten: Viele hören mit, und bei anderen funktioniert das mit dem Wifi dann doch nicht. Wie der Drucker: Er ist bis heute nicht im WLAN, weil er sich standhaft weigert, das Netz zu erkennen. Mehrere Informatiker mit – mittlerweile – mehreren Routern  haben ihr Glück versucht. Der Drucker schaltet auf bockig. Es kann weiterhin nur der drucken, der am richtigen Computer sitzt – dem, der eine ganz ordinäre Kabelverbindung hat. Aber gut, man kann es ja noch einmal versuchen.

Anleitung gezückt, genau gelesen, alles befolgt. App installiert, Waschtrockner ins Heimnetz gebracht – auch wenn das eine Weile gedauert hat – und schon kann der geneigte Benutzer vom Schreibtisch aus die Maschine im Bad bedienen. Es gibt über die App sogar mehr Programme als am Gerät selbst. Herrlich. Da verkündet die stolze Expertin für WLAN-Einrichtung von Haushaltsgeräten: „Es hat funktioniert.“

Auf dem Smartphone ist der Timer zu sehen: Bis die Wäsche gewaschen und getrocknet ist, dauert es noch sieben Stunden. Ist das ein Luxus –  nur zu schade, dass der Waschtrockner die Wäsche nicht in den Schrank räumt. Oder das Waschmittel einfüllt, wie die Nutzerin sechs Stunden später erkennt.