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Berlin: Stiftung Warentest testet Monitore

Berlin : Stiftung Warentest testet Monitore

Flachbildschirme mit einer Bilddiagonalen von 19 Zoll sind voll im Trend. Die Stiftung Warentest hat jetzt Geräte zwischen 199 Euro bis 335 Euro unter die Lupe genommen.

Testsieger mit leichtem Abstand vor den nächstplatzierten ist der Fujitsu Siemens Scaleoview H19-1. Hier stimmt alles, angefangen von den gleichmäßig hellen Bildern über den schnellen Bildaufbau bis zum guten Betrachtungswinkel.

Ebenfalls die Note „gut” erreichen die Monitore von Dell, Medion und Philips, die durchweg eine längere Reaktionszeit als der Testsieger bieten. Dennoch bleiben sie auch für Spielefreaks interessant, da sie immer noch unter der kritischen Grenze von zehn Millisekunden bleiben.

Bei Büroanwendungen spielt ein schneller und damit schlierenfreier Bildaufbau keine Rolle, da Text steht und nicht durch das Bild läuft. Laut der Warentester für Spiele sind jedoch der Bildschirm von Benq FP92E und der Samsung SyncMaster 940BW ungeeignet, da trotz anders lautender Herstellerangaben die Werte hier bei rund 30 Millisekunden liegen.

Das Problem beim Test der Reaktionszeit ist die fehlende Norm. So können Hersteller einfach die kürzeste Messzeit angeben, die irgendwie erreicht werden kann. Stiftung Warentest dagegen nimmt den auch für die praktische Anwendung relevanten Wert nach der ISO-Norm 13406-2, die einen Wechsel von schwarz-weiß-schwarz vorsieht.

Die meisten getesteten Monitore weisen ein Seitenverhältnis von 5:4 auf, was einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten entspricht. Damit bieten diese Geräte für Büroanwendungen ein vernünftiges Bild. Drei getestete Geräte liefern jedoch ein Seitenverhältnis von 16:10, was für die Wiedergabe von Filmen besser ist. Die Auflösung sollte hier bei 1440 x 900 Bildpunkten liegen. Als einziger Monitor schneidet hier der Siemens SyncMaster 940 BW mit der Note „gut” ab.

Für den Einkauf geben die Warentester den Kunden noch einige Tipps auf den Weg. So sollten Flachbildschirme am besten über die digitale DVI-Schnittstelle angeschlossen werden. Die analoge Schnittstelle VGA bietet ein schlechteres Bild und sollte nur im Notfall verwendet werden.

Für Büroanwendungen ist es vorteilhaft, wenn die Monitore über eine matte Bildschirmoberfläche verfügen, was bei allen hier getesteten Modellen der Fall ist. In spiegelnden Monitoren könnten sich die Anwender selber sehen. Allerdings wird diese glatte Oberfläche von einigen Hersteller bevorzugt, wenn es um die Darstellung von Filmen geht.

Bei Helligkeit und Kontrast neigen die Hersteller dazu, mit unsinnig hohen Werten zu protzen. Bei korrekter Einstellung darf das Bild jedoch nicht zu hell sein und die Buchstaben müssen klar erkennbar sein. Hier hilft genau wie bei der Reaktionszeit nur der eigene Test im Laden.

Die Angaben der Hersteller bezüglich der Reaktionszeit sind leider nicht sehr verlässlich, was insbesondere für Spielefreaks und Filmfreunde schade ist. Sie müssen sich entsprechend bei einer eigenen Begutachtung davon überzeugen, dass bewegte Bilder nicht zu einer Schlierenbildung führen.

Auch der Blickwinkel ist für die Monitore ein wichtiges Kriterium. Werden gelegentlich Daten auf dem Bildschirm auch anderen Personen gezeigt oder Filme geschaut, dann sollte das Bild auch von der Seite noch kräftige Farben und ausreichende Kontraste aufweisen. Wer nur immer allein und genau gerade vor dem Monitor sitzt, braucht auf diesen Punkt keinen besonderen Wert legen.

Bildfehler sind bei modernen Monitoren kaum noch zu finden. Sie fallen als schwarze Punkte auf weißem oder weiße Punkte auf schwarzem Hintergrund auf und lassen sich durch die Steuerelektronik einfach nicht mehr umschalten.