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So gelingt der Umstieg von Windows auf Mac

Systemwechsel : So gelingt der Umstieg von Windows auf Mac

Früher oder später kommt bei so manchem die Frage auf, ob sich ein Umstieg von Windows auf Macintosh lohnt. Apple-Computer sind zwar im Schnitt teurer als Windows-Rechner, haben aber den Ruf, besonders leistungsstark und benutzerfreundlich zu sein und obendrein sicher zu laufen.

Viele schreckt jedoch der Gedanke ab, sich an den Umgang mit einem völlig neuen Betriebssystem gewöhnen zu müssen.

Wer den Wechsel dennoch wagt, wird die intuitive Bedienung und das übersichtliche Design bei Apple-Geräten schnell zu schätzen wissen. Dennoch kann der Wechsel Neueinsteigern anfangs zu schaffen machen. Wer sich vorab über die wichtigsten Funktionsweisen und Unterschiede informiert, braucht sich über den Umstieg keine Sorgen mehr zu machen.

Sicherheit: Hier braucht es nicht viel

Was Virenschutz und Sicherheit angeht, können ehemalige Windows-Nutzer erst einmal aufatmen. Mit einem Apple-Computer sind diese Themen zwar nicht gänzlich zu vernachlässigen, sie spielen jedoch eine wesentlich geringere Rolle. Während man auf einem Windows-Rechner ohne ausreichenden Virenschutz kaum einen Klick ausführen sollte, benötigt ein Apple-Computer keine spezielle Sicherheitssoftware.

Dies liegt zunächst daran, dass das Betriebssystem wesentlich seltener von Malware-Attacken und Hackerangriffen getroffen wird, da es weitaus weniger verbreitet ist als Windows. Letzteres hat derzeit einen weltweiten Marktanteil von 75 Prozent Macintosh hingegen nur von zwölf Prozent.

Darüber hinaus verfügt Apples Betriebssystem iOS über zahlreiche integrierte Sicherheits-Dienstprogramme, die im Hintergrund laufen und den Computer bereits sehr gut schützen. Browser-Plug-ins laufen nur im Sandbox-Modus - einem separaten, sicheren Bereich des Computers -, sodass Malware gar nicht erst ins Innere des Betriebssystems gelangt.

Von Apple verifizierte Apps, die man sich aus dem App Store laden kann, sind vorab geprüft, sodass die Benutzung kein Risiko darstellt. Zusätzlich verfügen Apple-Computer über eine integrierte Firewall, die einfach und schnell aktiviert werden kann. Ein zusätzlicher Virenschutz ist daher zwar möglich, aber nicht zwingend nötig - vorausgesetzt, man lädt nicht bewusst dubiose Inhalte aus dem Netz herunter.

Upgrades: Neue Software ist kostenlos

Wer erst einmal Geld in die durchaus kostspielige Apple-Hardware investiert hat, braucht sich um die meiste Software nicht mehr zu kümmern. Der Vorteil ist nämlich, dass Nutzer sowohl die aktuellste Version des Betriebssystems zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt bekommen als auch alle wichtigen Apps. Dazu gehört etwa das Office-Paket "iWorks", das das Textverarbeitungsprogramm Pages (ähnlich Word), das Tabellenkalkulationsprogramm Numbers (ähnlich Excel) und das Präsentationsprogramm Keynote (ähnlich PowerPoint) enthält.

Weitere Apps lassen sich unkompliziert aus dem App Store herunterladen, der bereits auf dem Computer vorinstalliert ist.

Bedienung: Mit wenigen Klicks ans Ziel

Grundsätzlich fällt der Umstieg von Windows auf Macintosh sehr viel leichter als andersherum, da Apples Betriebssystem intuitiver und einfacher zu bedienen ist. Neue Mac-Nutzer müssen sich zunächst zwar ein paar Grundlagen aneignen, allerdings bietet hier das Internet eine große Hilfe.

Wer beispielsweise wissen möchte, mit welchen Tastenbefehlen sich neue Tabs einfach öffnen und schließen lassen oder wie man zwischen mehreren Fenstern hin und her wechseln kann, findet in diversen Apple-Foren Hilfe. Darüber hinaus geben Ratgeberseiten nützliche Tipps rund um diverse Mac-Themen und erklären anschaulich und einfach, wie man etwa Screenshots auf dem Mac erstellen kann.

Ist man erst einmal mit den wichtigsten Grundlagen vertraut, geht der Rest sehr schnell. Anders als bei der Navigation mit Windows gibt es bei Macintosh keine verschachtelten Pfade. Dateien und Programme sind nicht versteckt, sondern leicht zu finden. Der Aufbau der Bedienoberfläche ist äußerst simpel: Er besteht aus einer Navigationsleiste - dem "Dock" -, die am unteren Rand des Bildschirms zu finden ist. Sie gewährt einen Schnellzugriff auf die wichtigsten Software-Applikationen. Das Dock ersetzt somit das Startmenü bei Windows.

Der "Finder", der ebenfalls im Dock zu finden ist, ist gleichzusetzen mit dem "Explorer". Hier findet man eine Übersicht über alle Programme, Dateien und angeschlossenen Geräte. Auch die Systemsteuerung befindet sich im Dock. Ein Klick darauf führt zu einer Übersicht über alle möglichen Software- und Hardware-Einstellungen. Eine Anwendung schließt man wie gewohnt über die rote "X"-Schaltfläche, allerdings ist das Programm damit nicht beendet, sondern läuft im Hintergrund weiter.

Möchte man die Anwendung ganz beenden, muss man über die Menüführung gehen oder den Shortcut "Command + Q" anwenden. Anders als bei Windows gibt es bei Macintosh keine Extradatei zum Deinstallieren eines Programms. Stattdessen zieht man dieses zum Löschen einfach in den Papierkorb im Dock.

Mit diesen wenigen Tipps und Hinweisen wird der Wechsel zu Macintosh auch für unerfahrene Mac-Nutzer ein Kinderspiel.

(rd)