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Düsseldorf: Sichere Kennwörter aus Merksätzen

Düsseldorf : Sichere Kennwörter aus Merksätzen

In Zeiten von Datenspionage und Bedrohungen aus dem Internet sind sichere Passwörter ausgesprochen wichtig. Viel Kreativität legen aber die meisten Nutzer nicht an den Tag.

Auch haben sie Angst, allzu sperrige Wortungetüme rasch wieder zu vergessen. Dieses Problem kann leicht umgangen werden, wenn auf Merksätze zurückgegriffen wird. Denn aus den Bestandteilen der Wörter, aus denen die Sätze bestehen, lassen sich leicht Kennwörter zusammenzubauen.

In der Schule haben viele einst den Merksatz für die Planeten des Sonnensystems gelernt: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten.” Die Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter stehen für die damals noch neun Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Letzterer wurde unlängst zum Zwergplaneten degradiert und ist damit aus dem Satz weggefallen.

Das Merkprinzip ist aber dennoch an dem Satz leicht nachzuvollziehen. Und es lässt sich problemlos auf die Erstellung von Passwörtern anwenden. Wer die Anfangsbuchstaben der Wörter zu einem Kennwort zusammensetzt, erhält: „MVemjSunP”.

Diese Aneinanderreihung von Buchstaben würde ein gutes Passwort abgeben, weil sie aus Groß- und Kleinbuchstaben besteht und obendrein länger als acht Zeichen ist. Aber auch zum Beispiel der Refrain des Lieblingsliedes oder die Namen der Enkelkinder in umgekehrt chronologischer Reihenfolge können als Grundlage für Kennwörter herhalten.

Um bei einer geringen Wortzahl in einem Merksatz auf die nötige Mindestlänge von acht Buchstaben zu kommen, können die jeweils ersten beiden Buchstaben von Namen, Sätzen oder Redewendungen verwendet werden. Das hat den Vorteil, dass Groß- und Kleinschreibung miteinander kombiniert werden. Noch sicherer werden Passwörter durch hier und da eingefügte Sonderzeichen wie „&”, „” oder Satzzeichen wie ein Ausrufungszeichen und das Einstreuen von Zahlen.