1. Digital

Düsseldorf: Panoramafotos aus mehreren Aufnahmen am Computer erstellen

Düsseldorf : Panoramafotos aus mehreren Aufnahmen am Computer erstellen

- Weite Landschaften oder beeindruckende Stadtansichten laden an vielen Urlaubsorten zum Fotografieren ein. Oft kommt der Wunsch auf, einzelne Bilder später am Computer zu einem großen Panorama zusammenzusetzen.

Entsprechende Software ist im Internet kostenlos oder für kleines Geld zu finden. Allerdings lassen sich mit diesen Programmen nur dann ansehnliche Ergebnisse erzielen, wenn das Foto-Rohmaterial eine möglichst optimale Qualität aufweist. Beim Ablichten der Motive sollte der Fotograf deshalb einige Grundregeln beachten.

Beim Fotografieren ist darauf zu achten, dass die später zusammenzusetzenden Fotos ohne vertikale Abweichungen voneinander fotografiert werden. Am besten gelingt dies mit einem Stativ, das nicht in der Höhe verstellt wird.

Die Motive sind besonders gut zu bearbeiten, wenn die Sonne im Rücken des Fotografen steht. Befindet sie sich seitlich von ihm, ist Vorsicht geboten. Denn beim Anfertigen der Fotoserie wird sich dann unter Umständen auf die Sonne zubewegt, und es entstehen Gegenlichtaufnahmen. Auf ihnen ist dann kaum mehr etwas von dem eigentlichen Motiv zu erkennen.

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass sämtliche Bilder einer Serie möglichst gleich belichtet sind. Sticht ein Foto heraus, weil der Himmel überbelichtet ist, lässt es sich später schwer in ein Panorama integrieren.

Weitwinkelobjektive wie sie bei den meisten kompakten Digitalkameras üblich sind weisen zum Bildrand hin eine mehr oder minder starke Verzerrungen auf. Hierdurch können später erhebliche Schwierigkeiten beim Zusammensetzen der einzelnen Aufnahmen entstehen, wenn zwischen zwei Fotos eine zu große Verschiebung des Blickwinkels gewählt wird. Beim Schwenken der Kamera sollte sich der Bildausschnitt nur wenige Grad nach links oder rechts bewegen.

Gerade bei der Digitalfotografie lohnt es sich, lieber viele Aufnahmen mit kleinen Abweichungen von der vorangegangenen Kameraposition anzufertigen. Erweisen sich später am Rechner bei der Erstellung der Panoramaaufnahme fotografische „Zwischenschritte” als unnötig, können die entsprechenden Fotos einfach gelöscht werden.

Wer mit einer Spiegelreflex- oder einer Bridgekamera fotografiert, kann besonders gute Resultate mit Festbrennweiten-Objektiven erzielen. Bei einer Brennweite von 60 mm fallen die Verzerrungen am Bildrand eher gering aus, der Bildwinkel ist aber trotzdem noch brauchbar, um damit Rohaufnahmen für ein Panorama zu erzielen.

Beim Erzeugen der einzelnen Fotos für das Panorama sollte der Fotograf darauf achten, dass sich bewegende Objekte das spätere Gesamtbild nicht stören. So ist beispielsweise ein sich im Vordergrund bewegendes Fahrzeug auf mehreren Fotos an jeweils unterschiedlichen Stellen zu sehen. Am Himmel können Flugzeuge denselben Effekt verursachen. Dann heißt es: Lieber kurz warten, bis das sich bewegende Objekt verschwunden ist und freie Sicht auf die gesamte Szenerie herrscht.

Sind die Einzelfotos auf den Rechner überspielt, können sie mit Hilfe eines Programms zur Erzeugung von Panoramafotos zusammengefügt werden. Viele dieser Programme können kleine Unterschiede in der Belichtung ausgleichen oder auch Randverzerrungen von Objektiven rechnerisch beseitigen, wenn dem Fotografen der jeweilige Wert seiner Optik bekannt ist. Eine Reihe von kostengünstigen oder -losen Programmen wird unter http://www.foto-freeware.de/bildbearbeitung.php vorgestellt.