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Hamburg: Neue Sport- und Rennspiele für PC und Konsolen

Hamburg : Neue Sport- und Rennspiele für PC und Konsolen

Für Sportfans bringt der Herbst regelmäßig Updates der beliebten Fußball-, Eishockey- und Basketball-Reihen für PC und Spielkonsolen. Dieses Mal kommen neben den Sportinteressierten auch Freunde unterhaltsamer Rennspiele auf ihre Kosten.

Auf dem virtuellen Stadionrasen ist erneut der Zweikampf zwischen Konamis „Pro Evolution Soccer”-Reihe und Electronic Arts „Fifa”-Serie entbrannt. Letztere macht auf den sogenannten Next-Gen-Spielkonsolen spielerisch eine gute Figur. An Stadionatmosphäre und Authentizität gab es bereits an den Vorgängerversionen nichts auszusetzen. Ein völlig neues Spielgefühl bietet beispielsweise in der Xbox-360-Fassung von „Fifa 08” der „Be a Pro”-Modus. Dabei steuert der Spieler nur einen virtuellen Fußballer. Ist dieser am Ball, nimmt die Kamera die Verfolgung des Kickers auf.

Konkurrent Konami schickt „Pro Evolution Soccer 2008” mit etlichen Detailverbesserungen ins Rennen. Tolle Ballphysik und taktischer Tiefgang auf dem Feld überzeugen erneut. Wer möglichst realistisch kicken will, greift zu Konami. Wer bereits „PES 6” besitzt, sollte vor dem Kauf probespielen. Besitzer einer Playstation 3 freuen sich über leicht von der Hand gehende Dribblings und ein gelungenes Passspiel, ärgern sich aber über schlecht animierte Zuschauer.

Auf Teamführung sowie taktisches und kaufmännisches Geschick kommt es bei Electronic Arts „Fussball Manager 08” an. Die Simulation überzeugt mit großer Spieltiefe und bietet aufgrund umfangreicher Lizenzen die Originaldaten der europäischen Topligen. Dank eines flexiblen Schwierigkeitsgrades lässt sich der Lieblingsverein auch von Gelegenheitsspielern zur Meisterschaft führen. Profis erfreuen sich an Detailverbesserungen im Transfermarkt, überarbeitetem Trainings-Teil oder genießen die in hübscher 3D-Grafik gezeigten Tore des eigenen Teams.

Wii-Besitzer sollten einen Blick auf „Tischtennis” von Rockstar Games werfen. Dabei wird die Wii-Fernbedienung wie ein Schläger geschwungen. Zwischen Schnitt oder Topspin entscheidet aber nicht der Schwung, sondern das Steuerkreuz. Nach etwas Eingewöhnungszeit lassen sich damit vergleichsweise leicht Bälle schlagen, und der Titel entfaltet sein bereits von der Xbox 360 bekanntes tolles Spielgefühl.

Mit tollen Wettereffekten beeindruckt das rasante „Project Gotham Racing 4” von Microsoft für die Xbox 360. Sonnenschein, Regen, Nebel und Schnee stellen virtuelle Piloten auf der traditionsreichen Nordschleife jedes Mal vor neue Herausforderungen. Die Regenpfützen oder spiegelglatten Eisflächen auf der Strecke sehen nicht nur gut aus, sondern wirken sich auch auf das Fahrverhalten aus. Aus der optisch herausragenden Cockpitperspektive wirken die Wettereffekte nahezu realistisch.

Erstmals nimmt der Spieler auf dem Sitz eines Motorrades Platz, um über die Strecken in acht Städten und weiteren Kursen zu fahren. Die Steuerung ist erfreulich unkompliziert. Im Karrieremodus klettert der Spieler durch Rennsiege in der Rangliste und investiert für spektakuläres Fahren erhaltenes Spielgeld in neue Wagen- und Streckenpakete. In optischer Hinsicht haben die Entwickler von Bizarre Creations den ebenfalls sehr guten dritten Teil noch einmal übertroffen.

Tuning-Fans kommen mit „Juiced 2: Hot Import Nights” von THQ für diverse Systeme auf ihre Kosten. Das rasante Rennspiel bietet einige neue Ideen wie beispielsweise eine Fahrer-DNS, die den Fahrstil des Spielers widerspiegeln soll. Im Karrieremodus kämpft der Spieler um Rennsiege in verschiedenen Ligen. Durch dichtes Auffahren lassen sich die Gegner leicht aus der Ruhe bringen, was sich in einem eingeblendeten Balkendiagramm niederschlägt. Die Rennstrecken sind abwechslungsreich. Auch optisch und spielerisch überzeugt der Titel.

„Sega Rally 4” für PS3 und Xbox 360 glänzt vor allem mit leichter Zugänglichkeit und dem optisch und spielerisch gelungenen Untergrund. Die Reifenspuren der Boliden schlagen sich nicht nur visuell im Matsch, Sand oder Schnee nieder, sondern wirken sich auch spürbar auf das Fahrverhalten aus. Wer sein Vehikel über allzu tiefe Furchen lenkt, kann den Widerstand förmlich spüren. Viel Simulationsanspruch hat der Titel dennoch nicht.

Durch Kollision mit anderen Fahrern oder der Streckenumrandung nehmen die hübsch anzusehenden Wagen keinerlei Schaden. Dafür hinterlassen matschige oder verschneite Passagen deutlich sichtbare Spuren an der Karosserie. Die 16 Strecken laden dank guter Steuerung zu schwungvollen Drifts und waghalsigen Überholmanövern ein. Spielerisch und akustisch versprüht der auch für Gelegenheitsspieler zugängliche Titel reichlich Spielhallen-Flair.