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Aachen: Netrace 2012: Die hohe Kunst des Gewinnens

Aachen : Netrace 2012: Die hohe Kunst des Gewinnens

Der Lichtkegel des Scheinwerfers machte es spannend: Absichtlich lange tanzte er auf der Leinwand hin und her zwischen den Bildern der beiden besten Teams. Wen würde er zum Gewinner des Netrace 2012 erklären?

Als er schließlich auf dem Foto der „Spürnasen” stehenblieb, brachen die Schüler des Aachener Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Jubel aus. Sie hatten sich an die Spitze des Feldes von 280 teilnehmenden Teams von 81 Schulen aus der ganzen Region gesetzt.

Wir haben sie wieder ein Weilchen fiebern lassen, die zehn besten Schülermannschaften der jährlichen Internetrallye von unserer Zeitung und NetAachen. Sie wussten nur, dass sie zu den besten Zehn zählten - aber nicht, wo sie standen.

Jetzt, bei der Siegesfeier im Aachener Ludwig Forum, bekamen sie ihr Ergebnis verkündet. Zuvor stand für alle aber noch Kunst auf dem Programm. Die Mitarbeiterinnen des Museums führten die Schüler durch die Schätze des Hauses und erklärten, wie alte Kunstwerke restauriert werden. In Workshops lernten sie, wie man selber Kunst schafft - mit Siebdruck und auf selbst gefertigten Buttons.

Die Platzierungen der Siegerteams:

Platz 1: „Spürnasen” vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Aachen. Die 25 Sechstklässler haben sich in den beiden Finalrunden extra viel Zeit gelassen - zusammen brauchten sie 9 Tage, 22 Stunden und 36 Minuten - und als einziges Team die vollen 100 Punkte kassiert. Beim Netrace besteht die Kunst des Gewinnens eben auch darin, sich trotz laufender Uhr nicht zu nervösen Fehlern verleiten zu lassen. „Das ist einfach großartig”, gratulierte NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider. Für das Team von Lehrerin Cordula Williams gab es einen Scheck über 1000 Euro.

Platz 2: „Little Ponies” vom Berufskolleg Alsdorf kam auf 97 Punkte und brauchte dafür nur 5 Stunden und 41 Minuten. Die Gruppe mit Lehrer Ulrich Bücken ging mit einem 750-Euro-Scheck nach Hause.

Platz 3: „StreberGarteN” von der Aachener Viktoriaschule war mit 97 Punkten ebenso gut und mit 6 Stunden und 34 Minuten auch ähnlich schnell. Dafür gab es für die fünf Schülerinnen von Dr. Georg Richter auch ebensoviel Geld, nämlich 750 Euro.

Platz 4: „Ghettokrieger v2” vom Berufskolleg für Gestaltung und Technik aus Aachen waren mit 2 Stunden und 12 Minuten das schnellste Team in den Top Ten. Die Gruppe von Lehrerin Dr. Martina Willemsen kam auf 95 Punkte und wurde mit 500 Euro belohnt.

Platz 5: „Aogo und Co.” vom Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung aus Aachen. Das mit 30 Schülern größte Team in den Top Ten von Lehrerin Geesche Herrmann erzielte ebenfalls 95 Punkte und bekam ebenfalls 500 Euro.

Platz 6: „Gummibärchen” von der Aachener David-Hansemann-Schule. Die Sechstklässler von Lehrerin Beate Ackens sind, zusammen mit den „Spürnasen”, die jüngste Mannschaft in den Top Ten: 95 Punkte waren ihr Ergebnis, 250 Euro ihr Preis.

Platz 7: „Root” vom Städtischen Gymnasium am Wirteltor in Düren. Auch diese Gruppe - Lehrerin: Daniela Balter - kam auf 95 Punkte. 250 Euro waren der Lohn der Mühe.

Platz 8: „Sieger 2011/12” von der Maria-Montessori-Gesamtschule Aachen. Die Gruppe von Lehrerin Birgit Erschens erreichte 94 Punkte und fuhr ebenfalls mit 250 Euro nach Hause.

Platz 9: „Blackpeople” vom Gymnasium der Stadt Baesweiler. Die schwarzgekleidete Gruppe aus der Klasse 7d mit Lehrer Wichard Johannsen - Schüler Magnus Crampen erklärte die Namensgebung so: „Wir hatten an dem Tag zufällig alle schwarze Klamotten an” - kam auch auf 94 Punkte.

Platz 10: „Jungs” vom Dürener Gymnasium St. Angela. Das reine Mädchenteam erzielte ebenfalls 94 Punkte. Dafür bekamen die Neuntklässlerinnen von Lehrer Hans-Dieter Offermann auch 250 Euro.

Gewürdigt wurde zuletzt noch das Engagement einer weiteren Gruppe, die für das Gelingen des Netrace unverzichtbar ist. Moderator Bernd Büttgens rückte sie ins Licht: „Einen ganz herzlichen Dank an die Lehrerinnen und Lehrer, die es möglich gemacht haben, dass das Netrace in dieser Form stattfinden konnte.”

Ihre Unterstützung wird ab kommendem Herbst wieder gefragt sein: Das sechste Netrace wartet schon.