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Hannover: Lichtwellenleiter: Flotte Sensibelchen

Hannover : Lichtwellenleiter: Flotte Sensibelchen

Wer seinen Computer mit der heimischen HiFi-Anlage verbinden will, findet bald eine neue Alternative für die Datenverbindung. Lichtwellenleiter aus Kunststoff transportieren Bild und Ton in Windeseile von A nach B. Die Kabel sind denkbar dünn, der Einbau einfach, und die Datenübertragung funktioniert bei richtiger Montage störungsfrei, wie die Computerzeitschrift „c´t” (Ausgabe 3/07) berichtet.

Beim Verlegen der neuen Strippen sollte man allerdings ein paar Tipps beachten: Zu enge Biegungen oder gar Knicke wahrend der Montage mögen die Lichtwellenleiter nicht. Eine Schleife sollte auch nicht enger als drei Finger breit sein.

Mechanische Belastungen der Strippe beispielsweise durch einen Schrank auf dem Teppich, unter dem das Kabel liegt, tun der Verbindung nicht gut. Bei anständiger Montage steht einer Übertragung von rund 10 Megabyte pro Sekunde bei einer Distanz bis 50 Metern nichts im Wege - das reicht für Filme und Musik allemal, wie die Zeitschrift weiter berichtet.

Zwar ist die neue Technik noch nicht auf dem Markt erhältlich. Im Labor wurde sie aber bereits erprobt. Spezielle Lichtwellenfasern sind bereits in der Lage, einen Gigabit pro Sekunde zu übertragen. Bereits Ende des Jahres könnte erste Systeme in den Läden stehen, mit denen sich bis zu 25 Meter innerhalb einer Wohnung überbrücken lassen.

Bislang hatten Anwender drei verschiedene Techniken für die Heimvernetzung zur Auswahl. Die WLAN-Funktechnik sowie Netzwerke über Steckdosen und Stromleitungen kommen ganz ohne neue Strippen aus. Beide Techniken können aber bei der Datenübertragung haken.

Zuverlässig und schnell geht es über das klassische Ethernet-Kupferkabel. Abgesehen von Ausnahmen sind diese Kabel aber vergleichsweise dick. Wem Netzwerkkabel in den eigenen vier Wänden unangenehm ins Auge fallen, sollte auf die dünnen Kabel mit Lichtwellentechnik warten.