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Düsseldorf: Ländliche Regionen sollen schnelles Internet bekommen

Düsseldorf : Ländliche Regionen sollen schnelles Internet bekommen

Ab 2008 soll in ländlichen Regionen die Versorgung mit schnellen Inter­netverbindungen gefördert werden.

Darauf haben sich die Agrarminister von Bund und Ländern jetzt im Planungsausschuss der Gemeinschafts­aufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes” (PLANAK) verständigt, teilte Verbraucherminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Insgesamt stelle das Land für die Breitbandförderung im nächsten Jahr 1,1 Millionen Euro an staatlichen Fördermitteln bereit.

„In dünner besiedelten Regionen ist die Breitbandversorgung häufig schlechter als in den Ballungsräumen, weil sich für die Anbieter der An­schluss dieser Gebiete aufgrund der geringeren Nutzerzahlen teilweise noch nicht rechnet”, sagte der Minister. Schnelle Datenautobahnen seien aber eine Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen Räume. „Deshalb wird das Land die Gemeinden darin unterstützen, die Breitbandversorgung im ländlichen Raum zu verbessern”, sagte Uhlenberg.

Die Unternehmen der Telekommunikationsbranche sind aber laut Landesregierung nur dann bereit, mit schnellen Internetverbindungen unterversorgte Re­gionen anzuschließen, wenn entstehende Anfangsverluste reduziert würden. Gemeinden, die Unternehmen entsprechende Zuschüsse ge­währen, könnten deshalb in Zukunft mit bis zu 40 Prozent der nicht gedeckten Kosten vom Land gefördert werden (maximal 50.000 Euro).

Förderfähig seien sowohl leitungs- als auch funkbasierte Lösungen. Die Förderung ist den Angaben zufolge möglich, „wenn die Ortschaft nicht mehr als 10.000 Einwohner hat, Marktversagen vorliegt, das Projekt zuvor technologieneutral sowie öf­fentlich ausgeschrieben und das wirtschaftlichste Angebot ausgewählt worden ist”. Je Gemeinde ist nur ein Antrag zulässig.