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Düsseldorf: Kritik aus dem Internet: Nicht immer ist sie konstruktiv

Düsseldorf : Kritik aus dem Internet: Nicht immer ist sie konstruktiv

Hobbyautoren und -fotografen veröffentlichen ihre Werke gern im Internet. Auch filmen sich immer mehr Menschen dabei, wie sie Musikstücke zum Besten geben. Diese Videos werden dann oft stolz auf Online-Portalen wie Youtube gezeigt.

Solche Darbietungen können jedoch schmerzhafte Erfahrungen nach sich ziehen, wenn andere Internet-Nutzer die „Meisterwerke” für nicht sonderlich überzeugend halten und dies unverblümt kundtun.

Wer einem Hobby wie etwa dem kreativen Schreiben oder dem Singen mit Herzblut nachgeht, ist meist von sich überzeugt. Vernichtende Kritik schlägt in solchen Fällen nicht selten tiefe seelische Wunden und kratzt am Selbstbewusstsein. Deshalb sollte sich jeder Anwender bewusst sein, dass seine Machwerke im Internet genau beäugt und nicht immer wohlwollend bewertet werden.

Kritik so vorzutragen, dass sie konstruktiv und nicht verletzend ist, stellt eine hohe Kunst dar, die bei weitem nicht jeder Web-Nutzer beherrscht. Zudem ist das Internet ein anonymes Medium, das so manchen Anwender dazu verleitet, Fotos, Texte oder Videos geradezu boshaft zu verreißen und dabei verbal unter die Gürtellinie zu schlagen.

Indem die eigenen Werke nicht einfach wahllos in einem bekannten Portal wie Youtube oder Flickr veröffentlicht werden, ist ein gewisser Schutz vor solchen Attacken gegeben. Menschen, die sich beispielsweise ernsthaft für Fotografie interessieren, finden im Internet etliche kleinere virtuelle Interessengemeinschaften, sogenannte Communities, in denen sich die Mitglieder gegenseitig wertvolle Hinweise geben, ohne einander zu beleidigen. Die Kritik ist meist konstruktiv, und wenn man sich ihr öffnet, lässt sich viel aus ihr lernen.

Vor der Veröffentlichung eigener Werke ist es deshalb sinnvoll, ein möglichst passendes Portal aufzuspüren, in dem ein freundschaftlicher und vor allem respektvoller Umgang miteinander gepflegt wird.