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Berlin: Klempner mit Tennisschlägern und Aliens mit sechs Augen

Berlin : Klempner mit Tennisschlägern und Aliens mit sechs Augen

Außerirdische und kein Ende: Die Invasion aus dem Weltraum bleibt ein Lieblingsthema von Spiele-Entwicklern.

Im Mai gibt es auf den mobilen Plattformen gleich zwei Titel, in denen der Spieler den Kampf gegen bösartige Aliens aufnimmt. Wer es lieber etwas bunter und fröhlicher mag, greift zur Neuauflage von „Mario Tennis”, dem Knobelspiel „Jewel Master - Cradle of Rome 2” oder einer Sammlung klassischer Flipper.

Wenn er nicht gerade Schildkröten auf den Kopf hüpft und Prinzessinnen rettet, geht Nintendos Maskottchen Mario gerne auch anderen Hobbys wie Kartrennen oder Fußball nach. In „Mario Tennis Open” für den 3DS greift der Klempner diesmal zum Tennisschläger. Als Gegner oder Doppelpartner stehen zahlreiche Charaktere aus dem Mario-Universum bereit. Die verschiedenen Figuren haben alle ihre speziellen Eigenschaften - der Dinosaurier Yoshi bewegt sich besonders schnell über den Platz, Marios Erzfeind Bowser kompensiert mangelndes Tempo mit viel Schlagkraft.

Und auch die Wahl des Tennisplatzes spielt eine Rolle: Auf dem Galaxy-Court setzt zum Beispiel gerne mal die Schwerkraft aus. Eine realistische Tennissimulation sollte also niemand erwarten. Neben den klassischen Einzel- und Doppelmatches gibt es auch eine Reihe von Minispielen zu entdecken. In einem darf der Spieler mit Tennisbällen auf Gegner aus klassischen Super-Mario-Spielen schießen und Münzen sammeln, die dann im Hauptspiel gegen neue Ausrüstung eingetauscht werden können. Einen Mehrspielermodus für Tennisduelle gibt es auch, entweder direkt zwischen zwei 3DS-Systemen oder online. „Mario Tennis Open” erscheint am 25. Mai für etwa 40 Euro.

Deutlich weniger familienfreundlich ist „Resistance: Burning Skies” von Sony, das am 1. Juni für die Playstation Vita erscheint. Der Ego-Shooter ist nach drei Spielen für die Playstation 3 und einem für die PSP der erste „Resistance”-Titel für die Vita und spielt im Jahr 1951. Die USA wird von sechsäugigen und technisch hoch überlegenen Aliens erobert, die Menschheit leistet Widerstand aus dem Untergrund. Der Spieler schlüpft in die Rolle des New Yorker Feuerwehrmanns Tom Riley, der im Chaos des Krieges nach seiner Familie sucht. Neben der Einzelspielerkampagne können auch bis zu acht Spieler im Onlinemodus gegeneinander antreten. „Resistance: Burning Skies” kostet etwa 50 Euro.

Auch in den Spielen zum Kinofilm „Battleship” landen feindlich gesinnte Außerirdische. Während für Xbox 360 und Playstation 3 ein Shooter erscheint, gibt es für Besitzer von DS und 3DS eine komplexe Variante des Brettspiels „Schiffe versenken”. Wie gewohnt werden auf einem gerasterten Gebiet Schiffe verschiedener Größe positioniert, allerdings spielen hier auch Faktoren wie die Wassertiefe eine Rolle. Außerdem darf die eigene Flotte in „Battleship” sogar bewegt werden - immer vorausgesetzt, der Treibstoff reicht.

Kleine Actionelemente lockern das rundenbasierte Strategiespiel etwas auf - so kann der Spieler zum Beispiel mit dem Stylus selber das Feuer auf die Kanonen gegnerischer Schiffe eröffnen. Einen Mehrspielermodus gibt es in dem rundenbasierten Strategiespiel nicht, Hobbyadmiräle dürfen nur gegen den Computer antreten. „Battleship” kostet auf dem DS etwa 30 Euro, die 3DS-Version ist rund 10 Euro teurer. Eine Wii-Version ist ebenfalls erhältlich.

Ohne kriegerischen Hintergrund kommt „Jewel Master - Cradle of Rome 2” von Rondomedia aus. In der Mischung aus Knobel- und Aufbauspiel muss der Spieler sein eigenes römisches Imperium errichten. Die dafür nötigen Werkzeuge, Rohstoffe und Baupläne erhält er durch das Lösen von Verschieberätseln, die denen von Titeln wie „Bejeweled” oder „Puzzle Quest” ähneln. Neue Gebäude schalten Boni frei, die dann wiederum beim Lösen der immer schwereren Puzzles helfen. Insgesamt 100 Rätsel in fünf Epochen gilt es zu meistern. „Jewel Master” für den 3DS kostet etwa 23 Euro.

Die Idee, Flipper als Videospiele umzusetzen, ist nicht ganz neu - Flippern in echtem 3D dagegen schon. Darum erscheint „Pinball - Hall of Fame” von Bigben Interactive nach diversen anderen Systemen jetzt auch auf dem 3DS. Sieben klassische Tische des Herstellers Williams wurden darin so authentisch wie möglich dargestellt. Um das Flippererlebnis noch realistischer zu machen, wird der 3DS zum Spielen auf den Kopf gestellt. So befindet sich das 3D-Display mit dem Spieltisch unten, der 2D-Screen oben zeigt die Punktzahl - so wie beim richtigen Flippern in der Spielhalle. „Pinball - Hall of Fame” ist für etwa 33 Euro erhältlich.