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Freiburg: Kirche baut Präsenz im „Second life” auf

Freiburg : Kirche baut Präsenz im „Second life” auf

Als erstes katholisches Bistum weltweit baut die Erzdiözese Freiburg eine kirchliche Präsenz im „Second Life” auf.

In der virtuellen Welt des „Second Life” können Nutzer mit einem zweiten Ich agieren. Das seit 2003 verfügbare Online-System hat laut Erzbistum inzwischen mehr als 11 Millionen registrierte Nutzerkonten. Rund um die Uhr seien meist rund 60.000 Teilnehmer gleichzeitig eingeloggt.

Kernstück der „Second Life”-Präsenz der Erzdiözese ist nach eigenen Angaben der von Illustrator Peter Esser-Künzel realisierte virtuelle Nachbau der Kirche Sankt Georg auf der Bodenseeinsel Reichenau (Oberzell). Durch die Platzierung des über 1100 Jahre alten romanischen Gotteshauses in der Internetwelt werde „die fruchtbare Spannung zwischen der jahrtausendealten kirchlichen Tradition und der modernen Medienwelt deutlich”, so Projekteiter Norbert Kebekus.

In und neben der virtuellen Kirche könnten Second-Life-Nutzer an Gebetszeiten teilnehmen oder sich zu Gesprächen treffen. Parallel zu den Praxiserfahrungen mit dem Angebot sollen die psychosozialen Auswirkungen virtueller Welten ausgewertet werden, hieß es.

Zum Projektstart wird das Second-Life-Team der Erzdiözese Freiburg am Samstag von 21.00 bis 24.00 Uhr virtuell bei der Georgskirche anwesend sein, Fragen zum Projekt beantworten und durch die virtuelle Kirche führen. Zudem könnten alle Besucher um 22.00 Uhr die Komplet, das kirchliche Nachtgebet, mitbeten.