1. Digital

München: Internetzugänge sollen kindersicher werden

München : Internetzugänge sollen kindersicher werden

Bayerns Familienministerin Christa Stewens (CSU) hat die Internet-Provider in Deutschland aufgefordert, Zugänge zum Internet kindersicher zu machen. Dabei verwies sie am Sonntag in München auf positive Erfahrungen in Frankreich.

Dort würden Neukunden bei der Installation ihrer Zugangssoftware automatisch zur Filterfunktion geführt und könnten so leicht einen Zugang für sich und ihre Kinder einstellen.

Die deutschen Provider sollten sich dieser Selbstverpflichtungserklärung ihrer französischen Kollegen anschließen, so die Ministerin. Es müsse alles getan werden, damit jugendgefährdende Inhalte die Kinderzimmer erst gar nicht erreichten. An die Eltern appellierte Stewens, sich über den Medienkonsum ihrer Kinder zu informieren; wenngleich für manche dieser geradezu eine „Black Box” sein dürfte.

Daher sollten Eltern und Pädagogen mit dieser anspruchsvollen Aufgabe nicht alleingelassen werden. Das Sozialministerium unterstütze die Aktion Jugendschutz sowie Kampagnen und Projekte, die bei der Medienerziehung unter die Arme greifen sowie Projekte, die die Medienkompetenz junger Menschen fördern.

Laut Ministerium sind die Haushalte, in denen 12- bis 19-Jährige aufwachsen, zu 95 Prozent ans Internet angeschlossen. Über einen eigenen Zugang verfügt aktuell knapp die Hälfte der Jugendlichen. Im vergangenen Jahr wurden von der Kontrollstelle der Bundesländer für Jugendschutz „jugendschutz.net” im Internet mehr als 2.600 Verstöße gegen den Jugendschutz erfasst.