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Hannover: Internet überall und personalisiert

Hannover : Internet überall und personalisiert

Mobiles Internet, farbstarke Displays und energieeffiziente Computer - das werden einige der beherrschenden Themen auf der Computermesse CeBIT 2008 in Hannover sein.

Zwar präsentieren ab dem 4. März erneut weniger Unternehmen ihre Produkte auf der wohl wichtigsten Messe der digitalen Industrie. „Aber aus allen wichtigen Bereichen sind Unternehmen in Hannover vertreten”, sagt Jürgen Kuri, stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „ct”. Die Messe ist in diesem Jahr um einen Tag verkürzt und schließt erstmals an einem Sonntag.

Erneut bleiben einige Branchengrößen wie Nokia, Apple, Hewlett-Packard oder O2 fern. „Trotzdem gibt es in der kommenden Woche genug interessante Sachen zu sehen”, ist Kuri überzeugt.

Eines der beherrschenden Themen der Leitmesse sei das mobile Internet. An diesem Thema käme derzeit kein Unternehmen vorbei. „Das Internet wird mobiler und zugleich personalisierter.” Apple habe dem mobilen Internet mit dem iPhone einen großen Schub verpasst. So präsentieren die Handyhersteller erste Smartphones, die schnelle Uploads über HSUPA mit bis zu 1,45 Megabit pro Sekunde im UMTS-Netz nutzen.

Das von der Deutschen Messe AG auserkorene Schwerpunktthema Green IT hält Kuri für „kein Anwenderthema”. Dabei geht es vor allem um den effizienten Energieverbrauch einzelner IT-Komponenten und Lösungen zum Stromsparen in Rechenzentren. Wie so etwas aussehen kann, wird im Green IT Village (Halle 9) gezeigt.

Die Industrie habe das Thema Energieeffizienz im vergangenen Jahr schlicht verschlafen, sagt Kuri. Aus Verbrauchersicht lasse sich aber nicht so sehr durch den Einsatz effizienterer Hardware, sondern viel mehr durch Änderungen des eigenen Nutzungsverhaltens Strom einsparen.

Natürlich gibt es auf der CeBIT auch neue mobile Endgeräte wie Handys, Mobilfunk-Navigationsgeräte und praktische Subnotebooks zu sehen. Der Erfolg des mittlerweile auch in Deutschland erhältlichen Mini-Notebooks Eee PC von Asus hat in diesem Bereich einen Trend gesetzt. „Der klassische PC verschwindet”, glaubt Kuri. Statt der „Alleskönner-PC” werde es in drei oder vier Jahren vor allem spezialisierte Computer geben, die wie der Eee PC jeweils auf einige wenige Aufgaben abgestimmt seien.

Zehn Jahre nach der Vorstellung des USB-Standards, der den Anschluss von Peripheriegeräten wie Druckern oder Kameras an den PC vereinfacht hat, sollen in Hannover Drahtlosgeräte vorgestellt werden. Durch Wireless-USB-Hubs und -Dongles sollen Verbraucher künftig herkömmliche USB-Geräte über Funk mit ihrem PC verbinden können.

Die volle Bandbreite von USB 2.0 soll bis zu Entfernungen von drei Metern zur Verfügung stehen. Befindet sich der Scanner weiter entfernt vom PC, sinkt die Bandbreite ab.

Über die beherrschenden Themen der vergangenen Jahre wie High-Definition und Blu-ray redet auf der CeBIT in diesem Jahr niemand mehr. Sie sind schlicht Standard. Die Blu-ray-Disc hat den Formatstreit mit der HD-DVD um die Nachfolge der DVD längst für sich entschieden. Die Hersteller von Bildschirmen präsentieren in den Messehallen in diesem Jahr besonders farbstarke Displays. Natürlich herrscht auf der CeBIT auch kein Mangel an rechenstarken Multi-Core-Prozessoren und anderen Komponenten für Desktop-PCs.