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Tübingen: Gewalthaltige PC-Spiele fördern Bereitschaft zur Aggression

Tübingen : Gewalthaltige PC-Spiele fördern Bereitschaft zur Aggression

Gewalthaltige Video- und Computer-Spiele wirken sich offenbar doch negativ auf die Entwicklung von Heranwachsenden aus.

In einer Studie mit 1400 Schülern haben Psychologen und Erziehungswissenschaftler der Eberhard-Karls-Universität Tübingen herausgefunden, dass der Konsum von gewaltverherrlichenden Medien in der Kindheit zu einer höheren Gewaltbereitschaft in der Jugend führen kann.

In Fragebögen wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren nachgeforscht, wie oft die Teilnehmer in der Kindheit mit Brutalität in Filmen oder Computer-Spielen konfrontiert wurden und wie die Jugendlichen nach ihrer eigenen Ansicht in bestimmten Konfliktsituationen reagieren würden. Es zeigte sich, dass mit zunehmendem Konsum von Gewalt in den Medien auch die Bereitschaft zur realen Aggression bei den 12- bis 14-Jährigen stieg.

Nach der Studie liegt die größte Gefahr dabei in der Nutzung von Computer-Gewaltspielen. Um negativen Folgen vorzubeugen, reichen nach Ansicht der Wissenschaftler pädagogische Maßnahmen nicht aus. Auf politischer Ebene sei deshalb ein Verbot von extrem gewalthaltigen Video- und Computer-Spielen einzufordern.