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Hannover: Geschreddert statt gespeichert

Hannover : Geschreddert statt gespeichert

Größere Mengen professionell gefälschter USB-Sticks sind jetzt im Handel aufgetaucht. Anders als bei bisherigen Markenfälschungen täuschen diese Sticks dem Betriebssystem mehr Speicher vor, als tatsächlich eingebaut ist.

Dadurch können Daten verloren gehen, ohne dass der Nutzer dies sofort bemerkt, so das Computermagazin ct in der aktuellen Ausgabe 1/08.

Die Fälschungen sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Wenn das Betriebssystem angibt, der USB-Stick könne wie gekauft vier GByte Daten speichern, gibt es keine Warnung, keine Fehlermeldung, wenn der Stick tatsächlich nur ein Viertel davon verarbeiten kann. Den Datenverlust bemerkt man erst beim späteren Auslesen der Inhalte. Technisch gesehen ist die Fälschung durchaus aufwändig, ein ungewollter Produktionsfehler ausgeschlossen.

Damit Käufer von USB-Sticks vor dem ersten Datenverlust herausfinden können, ob sie eine Fälschung erworben haben, hat die ct-Redaktion ein Analyseprogramm entwickelt. Mit H2testw kann man jeden USB-Stick testen, um ihn bei Bedarf schnell wieder umzutauschen. H2testw findet man im Internet.

Betroffen sind die Marken unterschiedlicher Billiganbieter, jedoch nach Recherchen von ct jeweils nur Teilmengen. Die ersten gefälschten USB-Sticks tauchten bei Aldi Suisse auf, inzwischen ist auch die Supermarktkette Real betroffen. Beide Unternehmen haben gegenüber ct bereits angekündigt, manipulierte USB-Sticks unproblematisch umtauschen zu wollen.