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Forscher profitieren von Computerspiel-Grafiken

Forscher profitieren von Computerspiel-Grafiken

London. Extrem aufwendig sind häufig die Grafiken von Computer-Spielen. Für die Darstellung dieser virtuellen Welten gibt es spezielle Hard- und Software.

Die hat jetzt Wissenschaftlern Einblicke in die Physik komplexer Strudel und Verwirbelungen gegeben. Laut dem Magazin „New Scientist” konnten zwei Forscher vom Federal Institute of Technology in Lausanne mit Hilfe der Computer-Grafiken sehr detaillierte Informationen über Strömungen und Turbulenzen erlangen.

Zwar waren die grundsätzlichen Gleichungen, mit denen sich Wirbel berechnen lassen, schon lange bekannt. Aber es fehlte bisher häufig an Rechenleistung, um das Langzeitverhalten der Verwirbelungen zu simulieren. Dank der hochspezialisierten Technik, die normalerweise für die Erstellung von Computer-Animationen in Spielen und Filmen eingesetzt wird, sind die Wissenschaftler nun einen großen Schritt weitergekommen.

Was sich wie abgehobene Grundlagenforschung anhört, ist in Wahrheit in zahlreichen Bereichen ausgesprochen wichtig. So ist die Berechnung von Wirbeln beispielsweise für die Luftfahrt von Bedeutung. Hinter den Tragflächen von Flugzeugen bilden sich sogenannte Wirbelschleppen, die zwar unsichtbar sind, andere Flugzeuge aber dermaßen durchrütteln können, dass sie im schlimmsten Fall abstürzen.

Aber auch beim Bau von Land- und Wasserfahrzeugen, die möglichst stromlinienförmig sein sollen, sind Strömungen und Wirbel wichtige Faktoren, die sich maßgeblich auf den Treibstoffverbrauch auswirken.