Düsseldorf: FBI warnt vor gefälschten Facebook-Profilen

Düsseldorf: FBI warnt vor gefälschten Facebook-Profilen

Beliebtes Opfer von Cyber-Kriminellen sind derzeit offenbar die Mitglieder von Facebook. Das soziale Netzwerk wurde erst kürzlich mit gefälschten Nutzerprofilen überflutet.

Die US-amerikanische Bundespolizei FBI warnt deshalb vor der wachsenden Zahl von Attacken beim Benutzen der Online-Gemeinschaft.

Gefälschte oder gehackte Benutzerkonten sind nach Ansicht der Abteilung für Internet-Kriminalität des FBI die derzeit größte Gefahr. Mit solchen Nutzerprofilen werden die im Netzwerk akzeptierten Freunde um Geld gebeten.

Die Bittsteller begründen dies in einer direkten, internen Nachricht mit einem Raubüberfall, der sie um all ihre Ersparnisse gebracht habe. Laut der australischen Zeitschrift „IT News Australia” hat die Behörde bereits 3200 solcher Fälle gezählt. In der Folge hätten einige Nutzer an ihre vermeintlich in der Not befindlichen Online-Freunde mehrere Tausend US-Dollar überwiesen, ohne das Geld je wiedergesehen zu haben.

Neben den direkten Bitten wurde das soziale Netzwerk erst kürzlich von einer Reihe gefälschter Nutzerprofile überschwemmt. Deren Besitzer haben Online-Bekanntschaften geknüpft, um von ihnen vertrauliche Informationen zu bekommen. Die Profile waren laut dem Magazin „Cnet” nahezu identisch, lediglich die Namen unterschieden sich.

Auf der Profil-Seite fand sich dann stets ein Link zu einem angeblichen Video der Person, bei dessen Anklicken man jedoch auf einer Seite für Antiviren-Software landete. Dort sollten unter anderem Kreditkarten-Informationen angegeben werden. Entsprechende Profile wurden nach ihrer Entdeckung direkt gelöscht.

Die Facebook-Mitglieder sollten jedoch nicht irgendwelche Links anklicken und keine vertraulichen Daten an in der Realität unbekannte Personen preisgeben. Die Netzwerkbetreiber überprüfen zwar die Anmeldungen von Nutzern und in regelmäßigen Abständen auch die publizierten Nachrichten und Verlinkungen auf der Profilseite, dennoch lassen sich schwarze Schafe nicht immer direkt finden.

Das FBI empfiehlt zudem auf Bitten für die Zusendung von Geld gar nicht einzugehen. Kennt man die Freunde in der Realität, sind sie persönlich auf ihre Notlage anzusprechen. Bei unbekannten Online-Bekanntschaften ist Vorsicht geboten, die Auswahl der virtuellen Freunde müsse sorgfältig geschehen.

Jeglicher Verdacht auf gefälschte Benutzerkonten oder deutliche Anzeichen von Cyber-Kriminalität seien dem Unternehmen direkt zu melden.

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