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Ersatzteilfertigung in der Industrie: 3D-Drucker gewinnen zunehmend an Relevanz

Berlin : Ersatzteilfertigung in der Industrie: 3D-Drucker immer wichtiger

Der 3D-Druck zählt zweifelsfrei zu einer der spannendsten Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. So wird die Technologie immer leistungsstärker und ist zunehmend in der Lage, klassische Verfahren innerhalb der Industrie zu ersetzen.

Insbesondere die Fertigungen von industriellen Ersatzteilen wird heute verhältnismäßig oft mit der Hilfe von 3D-Druckern durchgeführt.

In welchem Umfang sind 3D-Drucker mittlerweile in der deutschen Industrielandschaft verbreitet?

Aktuellen Studien zur Folge nutzen rund 28 Prozent aller deutschen Industrieunternehmen heute 3D-Drucker für verschiedenste Aufgaben. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist der Anteil dabei um 8 Prozent angestiegen. Vor allem in größeren Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl von mehr als 500 Personen ist die Technik stark verbreitet. Während im Gesamtdurchschnitt jedes vierte Unternehmen 3D-Drucker nutzt, sind es bei großen Betrieben rund ein Drittel aller Firmen.

Mittlerweile können eine Vielzahl an Materialien für den 3D-Druck verwendet werden, wodurch das Anwendungsspektrum in den letzten Jahren stark ausgedehnt wurde. Mit Hilfe von dreidimensionalen Druckverfahren lassen sich unter anderem sowohl Fertigungsprozesse optimieren als auch die Entwicklung von Produkten beschleunigen.

Für welche Anwendungszwecke wird der 3D-Druck von Unternehmen genutzt?

Während in der Vergangenheit 3D-Drucker hauptsächlich für die Anfertigung von Prototypen verwendet wurden, nutzen viele Industrieunternehmen in Aachen und anderen Industriestandorten die Technik heut für die Herstellung von Ersatzteilen. Im bundesweiten Vergleich werden in rund 32 Prozent aller Unternehmen bereits Ersatzteile mit der Hilfe von 3D-Druckverfahren produziert.

Da die technische Entwicklung im 3D-Druck durch einen rasanten Fortschritt geprägt ist, wird angenommen, dass sich dieser Anteil in den kommenden zehn Jahren deutlich vervielfachen wird. So gehen schon heute rund 70 Prozent aller Unternehmen von einer tiefgreifenden Veränderung der Fertigungsabläufe durch den 3D-Druck aus. Neben der Anfertigung von Ersatzteilen nutzen zahlreiche Betriebe die neue Drucktechnik ebenfalls für die Herstellung von funktionalen oder visuellen Modellen.

Was macht den 3D-Druck für Industrieunternehmen so attraktiv?

Klassischerweise werden Ersatzteile entweder mit aufwändigen Gieß- oder Zerspanungsverfahren hergestellt. Verfahren dieser Art sind nicht nur kostenintensiv, sondern in aller Regel auch nicht besonders flexibel. Vor allem das Gießen von Bauteilen ist in der Praxis häufig nur bei großen Stückzahlen wirtschaftlich rentabel. Beim 3D-Druck können hingegen ebenfalls kleine Stückzahlen kostengünstig und ohne großen Zeitaufwand in den Produktionsablauf integriert werden.

Dies ist auch ein Grund dafür, warum neben der Ersatzteilfertigung 3D-Drucker bevorzugt für die Herstellung von Prototypen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu klassischen Verfahren, macht es beim dreidimensionalen Druck kaum einen Unterschied, ob ein Objekt von einfacher Natur ist oder komplexe Geometrien aufweist. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch Korrekturen an den hergestellten Ersatzteilen beim 3D-Druck kein Problem darstellen.

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

In der Bundesrepublik befindet sich die 3D-Drucktechnik aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Diese Erfolgsgeschichte wird sich auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen und dabei einen massiven Einfluss auf die allgemeinen Fertigungsabläufe in Industrieunternehmen ausüben.