1. Digital

Köln: Einsame Inseln und außerirdische Bananen: Neues für die Mobilkonsolen

Köln : Einsame Inseln und außerirdische Bananen: Neues für die Mobilkonsolen

Videospiel-Helden kommen ganz schön herum: Mal reisen sie in die nahe Vergangenheit, mal in die ferne Zukunft, mal als Profisportler um die Welt. In diesem Monat sind dagegen vor allem einsame Inseln das Ziel - wenn auch nicht unbedingt das Ziel der Wahl.

Dorthin verschlägt es den Gorilla Donkey Kong ebenso wie Link, die Hauptfigur der Zelda-Reihe. Und auch die Helden eines der am besten verkauften Videospiele finden sich unversehens an einem Strand unter Palmen wieder.

Bei diesen Helden handelt es sich um die „Sims”. Durften sie sich jüngst noch der vergleichsweise harmlosen Aufgabe widmen, möglichst gut ihre Haustiere zu versorgen, wird es jetzt ernst. Denn die Sims sind „Gestrandet” - so der Untertitel ihres jetzt bei Electronic Arts (EA) für PSP und DS erschienenen Abenteuers. Dabei muss der Spieler vor allem dafür sorgen, dass seine Figuren nicht verhungern. Er muss aber auch zusehen, dass sie sich ein Dach über dem Kopf bauen können.

Es liegt außerdem an ihm, seine zu Beginn zusammengestellte Gruppe die Insel erkunden zu lassen. Denn neben Stränden und Lagunen gibt es dort nicht nur geheimnisvolle Höhlen: Das ganze Eiland birgt ein Geheimnis, dem es auf den Grund zu gehen gilt.

Offen ist zunächst auch, ob sich die Spielhelden dauerhaft auf der Insel einrichten oder ob sie sich am Ende wieder auf den Weg Richtung Zivilisation machen. Die DS- wartet gegenüber der PSP-Version unter anderem mit einigen Minispielen auf. Beide Varianten von „Die Sims 2 - Gestrandet” sind für knapp 40 Euro erhältlich.

In einer ähnlichen Erfolgsliga wie die Sims spielt Zelda. Und bei der jüngsten Folge der Action-Adventure-Reihe - „The Legend of Zelda: Phantom Hourglass” - landet auch der Held Link auf einer Insel. Dorthin hat es ihn beim Versuch verschlagen, auf einem Geisterschiff seiner in Gefahr geratenen Gefährtin Tetra zu Hilfe zu kommen. Das bleibt im Lauf des Spiels auch seine Aufgabe. Die nötige Zeit dafür verschafft ihm jenes „Hourglass”, ein magisches Stundenglas.

Die Entwickler haben Zelda nicht auf die DS gebracht, ohne deren spezielle Funktionen zu nutzen. So kann der Spieler Link mit Hilfe des Touchpens das Schwert schwingen lassen. Oder er kann damit andere Spielfiguren antippen, denen er wichtige Aussagen entlocken will. Darüber hinaus sollte der Stift zum Aufzeichnen von Notizen oder zur Schiffsnavigation genutzt werden. Der von Nintendo veröffentlichte Titel kostet knapp 40 Euro.

Ebenfalls bei Nintendo ist ein neues DS-Spiel um einen weiteren alten Bekannten erschienen: „Donkey Kong Jungle Climber”. Als „JumpnSwing” bezeichnet der Hersteller den Titel, in Anlehnung an die Genrebezeichnung JumpnRun. Nur muss man den Gorilla hier eben nicht rennen, sondern schwingen lassen - von Liane zu Liane.

Die Spielhandlung ist mit „verrückt” noch dezent umschrieben: Außerirdische sind, wie könnte es diesen Monat anders sein, mit ihrem Raumschiff auf einer Insel notgelandet - an Bord: kostbare Bananen aus Kristall. Diese hat sich Donkey Kongs Widersacher King K. Rool unter den Nagel gerissen. Der Spieler muss Level für Level dafür sorgen, dass der Gorilla die Bananen zurückerobert - und diesen das eine oder andere weitere Abenteuer bestehen lassen. „Donkey Kong Jungle Climber” steht für knapp 40 Euro in den Läden.

Nachdem sie 20 Jahre lang vor allem Zeichentrick-Helden waren, hat EA die Simpsons jetzt auch zu Videospielfiguren gemacht. Bei „Die Simpsons - Das Spiel” - erschienen für PSP und DS - verschlägt es die gelbe Chaotenfamilie tatsächlich nicht auf eine Insel, sondern ausgerechnet in ein Videospiel. Sonst mit Ausnahme von Tochter Lisa nicht unbedingt zu den Cleveren zählend, bemerken die Simpsons das sofort und versuchen, aus dem Spiel zu entkommen.

Vor diesem Hintergrund spielt sich ein Action-Adventure ab, das ähnlich wie die Zeichentrickserie mit Parodien gespickt ist. Werden dort vor allem Filme und andere TV-Serien parodiert, sind es hier Videospiele, die durch den Kakao gezogen werden. Besonders freuen dürften sich Fans darüber, dass die deutschen Synchronsprecher der Serie auch den Pixel-Simpsons ihre Stimmen geliehen haben. Das Spiel ist in beiden Mobil-Versionen für rund 40 Euro zu haben.

Schon zum dritten Mal innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit bringt Ubisoft die Geheimagentinnen Alex, Clover und Sam auf die DS. Und wie die Vorgängertitel dreht sich auch „Totally Spies 3: Secret Agents” um das Lösen kniffliger Rätsel. Ehrensache, dass hier einmal mehr der Fortbestand der Welt auf dem Spiel steht. Zugleich treibt die drei jungen Agentinnen aber eine weitaus naheliegendere Frage um: Wer wird die Abschlussballkönigin? Das Spiel ist zum Preis von knapp 40 Euro erhältlich.