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E-Commerce wächst

Durch Corona : E-Commerce wächst weiter

Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung immens beschleunigt: Immer häufiger wird im Internet eingekauft. Unternehmen werden spätestens jetzt gezwungen zu handeln.

Corona führt zu verändertem Einkaufsverhalten

Einer Studie von Nielsen zufolge, stiegen die Konsumgüterumsätze im Jahr 2020 in Deutschland um rund 34 Prozent. Zwar liegt der Marktanteil des E-Commerce im Bereich der Konsumgüter immer noch bei nur 1,2 Prozent, allerdings wird auch hier noch ein deutliches Wachstum erwartet, betrachtet man im Vergleich die europäischen Nachbarländer wie Frankreich oder Großbritannien. Dort liegt der relative Marktanteil für Online-Handel bei Konsumgütern um den Faktor 10 höher als hierzulande.

Der Trend, online einzukaufen, herrscht jedoch nicht erst seit der Corona-Pandemie. Im letzten Jahrzehnt ist die Relevanz des Online-Handels enorm gestiegen. Leidtragender ist der stationäre Einzelhandel, der von Jahr zu Jahr an Marktanteilen verliert.

Nachholbedarf deutscher Unternehmen im E-Commerce

Besonders kleinere, regional oder lokal ausgerichtete Unternehmen konnten vom Wachstum im E-Commerce bisher nicht profitieren. Für viele ist die Umsetzung eines eigenen Online-Shops zu komplex oder mit zu hohen Kosten verbunden. Aber auch große Firmen scheitern regelmäßig an einer effektiven Online-Strategie. Häufig fehlt es an Risikobereitschaft oder der Bereitwilligkeit, in den für viele noch "neuen" Online-Markt zu investieren.

Profiteure sind amerikanische E-Commerce-Giganten wie beispielweise Amazon, das mittlerweile einen großen Teil des deutschen Online-Handels dominiert.

Google als wichtiger Kanal zur Kundengewinnung im Internet

Unternehmen, die den E-Commerce bereits als Online-Kanal für sich entdeckt haben, benötigen neben dem technisch einwandfrei funktionierenden Online-Shop aber auch kaufende Kunden, um sich langfristig im E-Commerce zu etablieren. Oft mangelt es nämlich an Expertise und Erfahrung, um Website-Besucher über Google als wohl wichtigsten Online-Kanal zu gewinnen.

So sollen inzwischen rund 76 Prozent der Kunden online nach Gebrauchsgütern und Informationen recherchieren. Selbst wenn die Produkte später offline im stationären Handel erworben werden, beginnt die Produktsuche immer häufiger im Internet. Ausgangspunkt der Recherche sind in vielen Fällen Suchmaschinen wie Google.

Gute Google-Platzierungen als Voraussetzung für Umsatz

Um Kunden zu gewünschten Suchanfragen über Google für den eigenen Online-Shop zu gewinnen, sollten Unternehmen idealerweise die ersten drei Positionen auf der Suchergebnisseite belegen. Um dort hinzugelangen, wird eine Online-Marketing-Technik mit der Bezeichnung „Suchmaschinenoptimierung“, kurz SEO, angewendet.

Größere Betriebe oder Konzerne stellen Experten an, um die notwendigen Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung im Unternehmen selbst durchzuführen. Mittelständischen Firmen empfiehlt es sich hingegen, auf eine darauf spezialisierte SEO-Agentur zu setzen. Das spart Personalkosten und führt in der Regel ebenso zum gewünschten Ziel: Auf die vordere Seite bei Deutschlands wichtigster Suchmaschine.

Corona-Pandemie als Weckruf

So viel Leid die Pandemie auch mit sich gebracht hat - der Weiterentwicklung des bis dahin eher rückständigen Digitalisierungstands deutscher Unternehmen hat sie jedenfalls gutgetan. Firmen sollten dies als Weckruf und Chance zugleich sehen, mit dem Digitalisierungsfortschritt anderer europäischer Länder mitzuhalten und sich einen Teil vom immer größer werdenden Online-Kuchen abschneiden zu können. Mit den richtigen Investments in einen guten Online-Shop und Marketingmaßnahmen wie Suchmaschinenoptimierung ist der erste wichtige Schritt getan.