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Digitales Audio? Mehr als nur Töne

Gute Klangqualität : Digitales Audio? Mehr als nur Töne

Lange bevor es Computer, Smartphones, CDs und Player gab, musste Musik live gehört werden. In Bars, Konzerthallen, Kirchen und anderen geeigneten Locations. Das war so bis zum 19. Jahrhundert.

Mit der Erfindung des Mikrofons und des Lautsprechers war es dann aber möglich Töne aus einem technischen Gerät auszusenden oder sie mit dem Mikro einzufangen. Das Radio kam schnell nach und so lauschten viele Menschen im 20. Jahrhundert dem Radio, wo neben Nachrichten eben auch Musik gespielt wurde. Diese war aber meist noch auf analogen Medien geschrieben und die waren recht groß. Eine andere Lösung musste her.

Der Schritt zur digitalen Musik

In einigen Haushalten stehen noch alte Grammophone, die Schallplatten zum Erklingen bringen. Diese sehr frühe Form des Musikplayers war lange Zeit in Einsatz, bis die Erfinder der damaligen Zeit die Geräte kompakter und besser machten. Schallplattenspieler ersetzten bald die großen Grammophone und Hi-Fi-Anlagen fanden schnell Einzug in viele deutsche Haushalte. Ein wichtiger Schritt zur Entwicklung digitaler Musik wurde mit der CD gemacht. Dieses von Sony und Philips entwickelte Speichermedium mit 74 Minuten Spielzeit konnte auch von sehr kleinen Playern, wie dem Walkman abgespielt werden. Doch dort sollte die Entwicklung nicht aufhören.

Mit der Einführung der MP3 ab 1982, einem Format, das vom Fraunhofer-Institut entwickelt wurde, sollte der Austausch von Audio-Dateien erheblich vereinfacht werden. Mit einem PC und der richtigen Software konnten so erhebliche Mengen an Dateien abgespeichert und abgespielt werden. Das aus heutiger Sicht geringe Datenvolumen der Dateien war damals aber noch recht hoch. Mit damaligen ISDN-Verbindungen war eine zwei- bis vierfache Abspielzeit zur Übertragung nötig. Dank heutigem Highspeed-Internet lassen sich Musikstücke in weniger als einer Sekunde übertragen. Mit den ab 1998 erschienenen MP3-Playern wurde das MP3-Format und damit das Musikhören für unterwegs fest etabliert.

Alles easy heute

Mittlerweile können Songs online heruntergeladen werden, ohne dass dafür noch ein Computer nötig wäre. Jedes internetfähige Gerät ist dazu imstande. Mit den Möglichkeiten zum Song-Download haben sich aber auch die Formate vervielfacht. MP3 ist nicht das einzige Format, mit dem Musik abgespeichert und abgespielt werden kann. Mit einem Audio Converter können User Musikstücke und andere Audios in unterschiedliche Formate konvertieren. Ein weiteres Beispiel für ein gängiges Audioformat wäre das WAV-Format, welches von Microsoft und IBM entwickelt wurde. Für einige spezifische Geräte gibt es auch spezifische Audioformate. So können viele ältere Geräte und Konsolen nur mit dem AAC-Format arbeiten. Heute gibt es solche Probleme aber meist nicht mehr.

Auf die Frage, welches Format denn am besten geeignet wäre, lässt sich keine eindeutige Aussage treffen. Das MP3-Format ist aber wohl das flexibelste Format, das es heute gibt. Denn neben der guten Audioqualität liefert das MP3-Format eine hohe Platzeinsparung. Auf geringem Speicherplatz lassen sich somit viele Audiodateien abspeichern. Auf MP3-Playern oder Smartphones ist das oft eine gute Sache. Je nach Codec lassen sich bei den Formaten außerdem noch mehr Informationen komprimieren. Bei vielen Konvertern und Downloadern kann das in den Einstellungen angepasst werden.

Hohe Audioqualität

Wer auf hohe Qualität setzt und wem Speicherplatz egal ist, der sollte auf FLAC setzen. Free Lossless Audio Codec deutet an, dass es sich bei diesem Format um ein verlustfreies Audioformat handelt. Die Dateien sind aber auch dementsprechend groß, sodass sie für den normalen, alltäglichen Gebrauch eher unhandlich sind. Zudem können nicht alle Mediaplayer dieses Format abspielen. Für Hi-Fi-Anlagen eine gute Wahl, fürs Smartphone eher weniger. Bei mobilen Geräten eignet sich eher die MP3 mit der Einstellung 2320 Mbit/s". Auch damit erlangt man eine noch sehr gute Klangqualität, trotz Kompression.

(vo)