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Düsseldorf: Die Startseite des privaten Internetauftritts richtig gestalten

Düsseldorf : Die Startseite des privaten Internetauftritts richtig gestalten

Nie war es so einfach wie heute, eine eigene Website zu veröffentlichen. Deshalb nutzen viele Privatpersonen diese Möglichkeit der Selbstdarstellung. Doch dabei gilt: Nicht alles, was technisch möglich ist, spricht das Auge des Betrachters an oder ist informativ.

Schon die Startseite einer privaten Internet-Präsenz wird häufig falsch aufgebaut. In mühevoller Kleinarbeit wird in einem Grafik-Programm ein großes Willkommens-Logo gebastelt, das mittig auf der Startseite platziert wird. Weiter unten auf der Seite gibt es dann noch einen Link, der zu den weiteren Inhalten führt.

Die meisten Nutzer werden diesen oft viel zu dezenten Hinweis nicht gleich finden, weil sie erwarten, dass die große Grafik angeklickt werden kann. Wer nicht auf den Einsatz eines solchen Bildes verzichten möchte, sollte es mit einem Link hinterlegen, damit sich der Seiten-Besucher weiter ins Angebot klicken kann.

Auch aufgrund der Barrierefreiheit ist es sinnvoller, auf eine grafische Einleitungsseite zu verzichten. Denn es gibt eine Reihe von Web-Nutzern, deren Sehfähigkeit stark eingeschränkt ist. Etliche Menschen, die hiervon betroffen sind, verfügen über spezielle Vorleseprogramme, die Inhalte von Grafiken nicht akustisch wiedergeben können. Der Betreiber einer Website sollte demnach möglichst wenige Textinformationen über Grafiken transportieren oder im Idealfall ganz darauf verzichten.

Zudem sind solche Willkommensbildchen in Bezug auf den Inhalt der Web-Präsenz in aller Regel wenig aussagekräftig. Schon auf der Startseite sollte der Besucher erfahren, was ihn beim weiteren Durchstöbern des Web-Angebotes erwartet.

Die Einstiegsseite sollte neugierig machen und keine ausufernden Texte enthalten, so dass der Besucher erst einmal fünf Minuten Zeit zum Lesen investieren muss, um zu begreifen, worum sich der Internet-Auftritt dreht. Thematisch in die Tiefe gehen sollte der Seiten-Betreiber in Unterkapiteln, aber nicht auf der Startseite.

Um mehr Schwung in die eigene Homepage zu bringen, bauen Hobby-Betreiber von Web-Präsenzen zudem gern bunte, animierte Grafiken ein. So mancher Besucher wird aber durch zu viele farbenfrohe, blinkende und sich bewegende Bildchen abgeschreckt. Animierte Grafiken sollten äußerst sparsam zum Einsatz kommen, ein bis zwei kleine Bilder pro Seite reichen meist aus, um die Seite hübscher zu gestalten. Doch häufig tun es auch nicht animierte, also statische Grafiken.

Beim Verschönern der Startseite ist der Leitgedanke hilfreich, dass die Bilder den Inhalt lediglich unterstützen, aber nicht in den Hintergrund drängen sollten. Getreu dem Motto „weniger ist mehr” lässt sich meist eine hübsche Einstiegsseite basteln, die zum Weiterlesen einlädt.