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München: Die meisten Speichermedien halten höchstens zehn Jahre

München : Die meisten Speichermedien halten höchstens zehn Jahre

Nicht selten sammeln sich in den digitalen Archiven so manches Hobbyfotografen Zigtausende Bilder. Doch im Gegensatz zu klassischen Papierabzügen fällt die Langzeitarchivierung der Datenmengen wesentlich schwerer.

Egal ob PC-Festplatte oder Flash-Speicher - kaum ein Datenträger sei für Langzeitarchivierungen geeignet, warnt die Zeitschrift „PC Welt” (Heft 4/2008). Besondere Vorsicht ist bei der Nutzung von Disketten geboten. Diese zeigen bereits nach zwei bis drei Jahren erste Ausfallerscheinungen. Auch selbstgebrannte CDs und DVDs eignen sich nur bedingt zur Langzeitarchivierung. Rein theoretisch sollten sie zwar bis zu 50 Jahre halten, berichtet die Zeitschrift weiter. Künstliche Alterungstests haben jedoch gezeigt, dass optische Medien selbst bei idealer Lagerung nach drei bis fünf Jahren anfällig werden.

Aber auch die Archivierung der Daten im PC oder Notebook bietet nur bedingt Sicherheit, denn die Gefahr eines Festplatten-Crashs ist latent. USB-Speichersticks wird eine maximale Lebensdauer von etwa zehn Jahren bescheinigt. Wer seine Daten rechtzeitig sichern und vor dauerhaftem Verfall schützen will, sollte mehrere Kopien auf voneinander unabhängige Datenträger verteilen, raten die Experten der „PC Welt”.

Als besonders geeignet für die Langzeitarchivierung haben sich vor allem externe Festplatten erwiesen. Sie gelten als wesentlich zuverlässiger als selbstgebrannte CDs oder DVDs. Aktuelle Sicherungssoftware ermöglicht bedienungsfreundliches Synchronisieren zwischen PC beziehungsweise Notebook und dem externen Laufwerk. Zu empfehlen ist auch die Nutzung von Online-Backups. Sie werden beispielsweise von Google oder GMX sogar kostenlos angeboten.

Neben der Sicherheit der Speichermedien ist aber auch die Verwendung weit verbreiteter Formate wichtig. Nur so ist sichergestellt, dass die Daten nach zehn oder mehr Jahren von der dann aktuellen Software noch gelesen werden können. Ratsam sind offene, standardisierte Formate wie ODF (Open Document Format), PDF, Tiff und OGG oder beispielsweise MP3-Dateien.