Berlin: Datenschützer fordern besseren Schutz vor E-Mail-Flut

Berlin: Datenschützer fordern besseren Schutz vor E-Mail-Flut

Datenschützer fordern einen besseren Schutz vor E-Mail-Verteilerlisten.

„Eine einfache Mail muss reichen, um von einer Verteilerliste gestrichen zu werden. Am besten mit einem simplen Klick”, sagte der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, der „Welt am Sonntag”.

Die Realität sehe meist anders aus. „Ohne mein Zutun bin ich auf so vielen Verteilern gelandet, dass es allmählich zu einem echten Ärgernis wird. Allein das Sichten und Sortieren verschlingt viel Zeit. Mich aber von jeder Mailingliste streichen zu lassen, ist noch mehr Aufwand. Ich habe es aufgegeben, mich dagegen zu wehren”, sagte Weichert.

Das Problem betreffe nicht mehr die klassischen Spam-Mails, gegen die es inzwischen wirksame Filterprogramme gibt, sondern die von Unternehmen angelegten Verteilerlisten, um Infomails, Newsletter und unverbindliche Angebote zu verschicken.

Auch der Branchenverband Bitkom sieht Handlungsbedarf. Entscheidend sei, „dass man auf Wunsch schnell aus solchen Verteilern genommen wird”, sagte der Bereichsleiter Medienpolitik bei Bitkom, Guido Brinkel, dem Blatt.

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