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Adressdaten nicht über E-Mail-Versandlisten verteilen

Adressdaten nicht über E-Mail-Versandlisten verteilen

Düsseldorf. Persönliche Daten wie Anschrift und Telefonnummer nehmen viele Internet-Nutzer in ihre E-Mail-Signatur auf. Mit jeder Nachricht, die sie versenden, gelangen diese Daten an den jeweiligen Empfänger - und mitunter in die falschen Hände.

Auch kann es geschehen, dass die Adressdaten im Internet veröffentlicht werden und so von Spammern oder Datendieben missbraucht werden können.

Besonders leicht gelangen die persönlichen Informationen aus Signaturen in Umlauf, wenn sich der Nutzer bei einer sogenannten Mailingliste anmeldet. Hierbei handelt es sich um eine geschlossene Gruppe von Internet-Nutzern, die per E-Mail bestimmte Themen diskutieren. Wer sich bei einer solchen Liste anmeldet, kann Nachrichten an alle Abonnenten verschicken, indem er eine spezielle Sammeladresse anschreibt, von der aus die E-Mails weiterverteilt werden.

Oft sind solche Listen moderiert, das heißt, ein Mensch kontrolliert, wer sich anmeldet und schaltet neue Teilnehmer von Hand frei. Aber es gibt auch unmoderierte Listen, bei denen niemand im Hintergrund darauf achtet, wer sich registriert und damit die E-Mails abonniert. Adress-Sammler und Spammer haben dann ein besonders leichtes Spiel. Einmal registriert, brauchen sie nur noch abzuwarten.

Die aktiven Teilnehmer der Mailingliste spielen diesen Menschen dann ihre E-Mail-Adressen und mit den Signaturen oft noch weitere persönliche Daten geradewegs in die Hände.

Hinzu kommt, dass bei vielen Mailinglisten eine Archivierung der gesendeten Nachrichten stattfindet. Diese Zusammenfassungen werden im Internet veröffentlicht. Somit sind sämtliche E-Mails inklusive der jeweiligen Signaturen der Nutzer im Web nachzulesen.

Nicht alle Mailinglisten-Zusammenfassungen sind passwortgeschützt, etliche sind öffentlich für jedermann einsehbar. Das heißt, Spammer und Datensammler müssen sich nicht einmal die Mühe machen, die Liste zu abonnieren. Sie können die Daten einfach von den entsprechenden Zusammenfassungs-Seiten im Internet abgreifen.

Um sich vor diesem möglichen Datenmissbrauch zu schützen, sollten Anwender beim Versand von Nachrichten an Mailinglisten daran denken, die E-Mail-Signatur zu deaktivieren, sofern diese persönliche Daten enthält. Dadurch lässt sich das Risiko mindern, dass diese privaten Informationen in die falschen Hände gelangen.