Gangelt: Die Tierwelt im Wildpark erwacht aus dem Winterschlaf

Gangelt: Die Tierwelt im Wildpark erwacht aus dem Winterschlaf

Klappern gehört zum Handwerk. Damit machen im Gangelter Wildpark die Störche weithin hörbar auf sich aufmerksam. Ein Luchs im Gehege gegenüber dreht derweil seine Runden. Hier kann man mit viel Glück drei ältere Tiere und je ein Junges aus den vergangenen beiden Jahren sehen. Bei den Wildschweinen ist es ein vielstimmiges Quieken, das der Bache signalisiert: „Leg dich auf die Seite, Zeit zum Mittagessen!“

Auch bei den Mufflons ist der Nachwuchs schon aktiv, und viele Besucher versuchen, die putzigen Kleinen mit Futter an den Zaun zu locken.

Frühlingsgefühle im Gehege der Braunbären: Da wird gerauft und geschmust (oberes Bild). Die Störche legen sich mächtig ins Zeug, um bei den Damen Eindruck zu erwecken (mittlere Reihe rechts). Falkner Erwin Janssen erklärt Fyn aus Würselen, warum Falke Mickey der „Düsenjäger der Truppe“ genannt wird (mittleres Bild mittlere Reihe). Auch die Mufflons fühlen sich im Park sichtlich wohl (mittlere Reihe links). Foto: Karl-Heinz Hamacher

Ein einziges Lamm gibt es derzeit bei den Heidschnucken in der Nähe des Spielplatzes. Das tanzt den Eltern mit Begeisterung auf der Nase herum und zieht mit diesen Aktionen reichlich Gäste ans Gehege. „Als Nächstes sind die Hirsche mit Nachwuchs an der Reihe“, sagt Erwin Janssen, Falkner (70) und Wildpark-Urgestein. Allerdings wisse man bei vielen Tieren gar nicht, ob da Nachwuchs zu erwarten ist. „Wir sind ja keine Spanner“, so Janssen mit seinem ihm eigenen Humor, den er auch immer wieder gerne im Rahmen der Freiflüge der Greifvögel einsetzt.

Gangelt. Klappern gehört zum Handwerk. Damit machen im Gangelter Wildpark die Störche weithin hörbar auf sich aufmerksam. Ein Luchs im Gehege gegenüber dreht derweil seine Runden. Hier kann man mit viel Glück drei ältere Tiere und je ein Junges aus de

Die Murmeltiere gegenüber dem Haus Wildblick machen den Eindruck, als wüssten sie noch nicht so recht, was von dem Osterwetter zu halten ist. Immer wieder lauert eines aus einer der Erdhöhlen heraus, um dann wieder zu verschwinden. Rückzugsorte haben auch die Tiere im Streichelzoo. Hier ist aktuell eine kleine Ziege der Star.

Gangelt. Klappern gehört zum Handwerk. Damit machen im Gangelter Wildpark die Störche weithin hörbar auf sich aufmerksam. Ein Luchs im Gehege gegenüber dreht derweil seine Runden. Hier kann man mit viel Glück drei ältere Tiere und je ein Junges aus de

An der Kreuzung „Hirschhöhe“ kann man auf der einen Seite das Damwild, auf der andere das Rotwild sehen. Das Bärengehege ist schon vor einigen Jahren vergrößert worden. So haben die Braunbären die Möglichkeit, auf freiem Feld vor Publikum zu agieren oder sich ganz einfach im Gehege selbst oder in ihrer Höhle zurückzuziehen.

In der Nähe begeistern die Fischotter durch artistische Schwimm- und Tauchmanöver, Waschbären spielen und klettern geschickt in ihrem weitläufigen Gehege, und Steinböcke und Gämsen springen mit viel Geschick über Felsblöcke. Es kann aber auch sein, dass man die Tiere im Wildpark zeitweise gar nicht sieht.

„Dass unsere Tiere reichlich Rückzugsmöglichkeiten haben, unterscheidet uns von einem Zoo“, erläutert Erwin Janssen immer dann, wenn Besucher resigniert feststellen: „Da ist ja gar kein Tier zu sehen!“ Eine zweite Runde durch den Park empfiehlt Janssen dann den Gästen, und oft vermittelt sich dann ein völlig anderer Eindruck. Wisente und Elche teilen sich als Unterstand je eine Doppelhaushälfte. Daneben wohnen die Wölfe. Es sind nur noch zwei aus einem größeren Rudel, und sie haben mit 16 Jahren für Wölfe ein biblisches Alter erreicht.

Wenn auch diese beiden Wölfe nicht mehr sind, soll in Gangelt ein neues Rudel aufgebaut werden. In dieser Angelegenheit ist Steinadler Sam (30 Jahre alt) schon tätig. „Er ist für die Zucht ausgeliehen“, so Falkner Janssen, der aber noch reichlich andere Vögel für seine Flugshow im Repertoire hat.

Ein Uhu, „ein wunderschönes Weibchen“, schwärmt der 70-Jährige, sei ihm weggeflogen. Das Tier kann problemlos in der freien Wildbahn überleben und gehört damit zu der sehr kleinen Gruppe von Tieren, die Erwin Janssen im Laufe der langjährigen Tätigkeit in Gangelt abhanden gekommen sind.

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