Kreis Heinsberg: Die Schüler liefern sich niveauvolle Debatten

Kreis Heinsberg: Die Schüler liefern sich niveauvolle Debatten

Beim Regionalverbundfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert” trafen sich Schüler aus dem Kreis Heinsberg und aus der Städteregion Aachen im Hückelhovener Gymnasium, um ihre besten Debattanten zu küren, die nun beim Landeswettbewerb an den Start gehen dürfen und sich mit ein wenig Glück und guten Argumenten vielleicht sogar für das Bundesfinale in Berlin qualifizieren können.

Die jeweils vier Regionalverbundfinalisten der Sekundarstufen I und II, die in Schul- und Verbundwettbewerben ermittelt worden waren, trafen zu den alles entscheidenden Rededuellen im Foyer der Aula aufeinander.

Die Sekundarstufe I war fast ganz in Aachener Hand. Vanessa Czomba, Janine Dümesnil und Jenny Reuters vom Aachener Geschwister-Scholl-Gymnasium waren dabei - und Julia Wotzka vom Erkelenzer Cornelius-Burgh-Gymnasium. Zur Debatte stand ein Thema, das zum Schulalltag passt. Es ging um die Erörterung der Frage, ob behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam unterrichtet werden sollten.

In der Sekundarstufe II debattierten Maria Wagner (Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg), Patrick Emonts und Marc Mazur (Inda-Gymnasium Aachen) und Nada Abedin (Städtisches Couven-Gymnasium Aachen) über die Einführung eines Bürgerhaushaltes, um die Ausgaben in den Kommunen für die Bürger transparenter zu machen.

Erst wenige Tage zuvor hatten die Schüler die Themen erfahren. Die Debatten liefen nach einem festgelegten Muster ab. Auf eine Eröffnungsrede, in der jeder Teilnehmer seine Position darstellen konnte, folgte eine offene Aussprache. Dabei kam es den Juroren zum Beispiel auch darauf an, wie auf die Argumente der Kontrahenten reagiert wurde.

Am Ende stand jeweils die Schlussrunde, bei der jeder noch einmal Gelegenheit erhielt, seine Position zusammenzufassen und dafür zu werben. Dann ging es in die Beratung, wobei es die Juroren nicht unbedingt leicht hatten. Denn die Debattanten hatten einiges zu bieten. Den Zuhörern machten die Diskussionen sichtlich Spaß, war doch auch so manches neues Argument zu hören.

Für den Landeswettebwerb qualifizierten sich schließlich in der Sekundarstufe I Vanessa Czomba und Julia Wotzka. In der Sekundarstufe II konnten sich Maria Wagner und Patrick Emonts durchsetzen. Sie werden im März beim Landeswettbewerb in Oberhausen antreten. Das Landesfinale findet am 23. März im Düsseldorfer Landtag statt.

Die Regionalrunde war eine Premiere, wie Koordinator Guido Rütten betonte. Denn zum ersten Mal fand das Finale im Verbund der elf beteiligten Schulen aus der Städteregion Aachen und dem Kreis Heinsberg statt. Die Zusammenlegung habe sich als gute Entscheidung erwiesen, so Rütten. Sie habe zu einer Steigerung des Niveaus in den Debatten geführt.

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