Kreis Heinsberg: Die Polizei sagt: „Wir sind es leid!”

Kreis Heinsberg: Die Polizei sagt: „Wir sind es leid!”

Mit Handzetteln und Plakaten will die Polizei im Kreis Heinsberg nach Münsteraner Vorbild die jungen Autofahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren, die weitaus häufiger als Verkehrsteilnehmer anderer Altersgruppen verunglücken, „wachrütteln”, wie Landrat Stephan Pusch am Dienstag bei der Pressekonferenz zur Verkehrsunfalllage 2008 als Leiter der Kreispolizeibehörde ankündigte.

Die Aussagen bei dieser Aktion seien „sehr drastisch”, wie Pusch einräumte.

Die Polizei formuliert auf den Zetteln im Postkartenformat, die unter anderem auch bei Kontrollen verteilt werden sollen: „Wir sind es leid!” Und präzisiert ihren Standpunkt mit deutlichen Worten: „Wir sind es einfach leid ... euch immer wieder von der Straße kratzen zu müssen, ...euren Eltern zu erklären, dass eure nächste „Feier” die Beerdigung sein wird, ...den blutigen Anblick, wenn ihr im Auto eingeklemmt seid und nur noch wimmert, ...euch auch noch zu trösten, wenn ihr betrunken eure besten Freunde, die dummerweise mitgefahren sind, umgebracht habt.”

Auch Polizeibeamte - so ist weiter zu lesen - seien nur Menschen: „Wir nehmen all diese Dinge und Anblicke mit nach Hause. Dort belasten sie dann auch unsere Familien und unsere Freizeit.”

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