Kreis Heinsberg: Die neue Leitstelle des Kreises nimmt Formen an

Kreis Heinsberg: Die neue Leitstelle des Kreises nimmt Formen an

Der symbolische erste Spatenstich für den Leitstellen-Neubau in Erkelenz war im vergangenen Jahr — am 4. August — erfolgt. Jetzt hat sich der Bauausschuss des Kreises Heinsberg, der unter Vorsitz von Gerhard Krekels (SPD) vor Ort im Feuerschutzzentrum tagte, vom Fortschritt der Bauarbeiten überzeugt.

Errichtet worden ist nach Angaben der Kreisverwaltung ein zweigeschossiger nicht unterkellerter Neubau mit einer Grundfläche von 450 Quadratmetern und einer Nutzfläche von 890 Quadratmetern. Damit wurde die Baulücke zwischen den Wohnhäusern und dem Feuerschutzzentrum geschlossen.

Die Mauer-, Beton-, Stahlbeton- und Erdarbeiten seien größtenteils abgeschlossen, erfuhren die Ausschussmitglieder. An der Fassade werden die Putzarbeiten zur Realisierung des Wärmedämmverbundsystems ausgeführt. Im Innenausbau laufen die Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs-, und Elektroinstallationsarbeiten.

Ende September soll der Neubau der Leitstelle eingerichtet werden. Der Probebetrieb der Leitstelle, die alle Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst koordiniert, ist ab Mitte November geplant. Die endgültige Inbetriebnahme soll zu Beginn des Jahres 2018 erfolgen. Auch beim Umzug wird die Notrufnummer 112 immer erreichbar sein. Sollte es in Erkelenz wirklich einmal einen Ausfall geben, steht für alle Fälle eine „Redundanzleitstelle“ im Heinsberger Kreishaus zur Verfügung, die auch während der Bauphase zweimal vorsorglich genutzt worden ist.

Mit dem Umbau der bisherigen Leitstellenräume soll im Februar begonnen werden. Dort sollen Ausbildungs- und Unterrichtsräume eingerichtet werden.

Mit diesem Neubau soll die Leitstelle auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden: Es geht unter anderem um die Anbindung der Leitstelle an den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, um mehr Einsatzleitplätze, um die behindertengerechte Erschließung und Ausstattung, um die Anpassung der Arbeitsplätze und technischen Ausstattung an den aktuellen Standard, um die Erneuerung der Klima- und Lüftungstechnik sowie der Notstromtechnik, um die Erneuerung der Funk- und Telefontechnik und um die Vernetzung mit anderen Fachdiensten, Leitstellen und dem Kreishaus.

Erfreut haben dürfte die Bauausschussmitglieder die Nachricht, dass der beim Spatenstich mit 4,19 Millionen Euro bezifferte Kostenrahmen eingehalten werde.

Es gibt noch einen weiteren Bauabschnitt im Feuerschutzzentrum: mit der Erweiterung der Fahrzeughallen für den Katastrophenschutz (Baukosten: 590\.000 Euro). Die Planungsaufträge sind vergeben. Die Vergabe der Rohbauarbeiten soll voraussichtlich im Dezember erfolgen.

(disch)
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