Kreis Heinsberg: Die Kaninchenzucht ist für viele eine Herzenssache

Kreis Heinsberg: Die Kaninchenzucht ist für viele eine Herzenssache

In der Museumshalle der Selfkantbahn in Gangelt-Schierwaldenrath war im wahrsten Sinne des Wortes wieder einmal „tierisch“ was los: Die Jungtierschau vom Kreisverband der Rassekaninchenzüchter lockte wieder die Besucher an.

Und nicht nur die ausgestellten Kaninchen scheinen sich in diesem Ambiente recht wohl zu fühlen. Wie bereits im Vorjahr wurde der Scheckenclub Rheinland mit seinen Jungtieren begrüßt. Da ist zwischen den beiden Vereinen eine Freundschaft entstanden. Beide profitieren von dieser Zusammenarbeit: Zwei starke Vereinigungen präsentierten sich gemeinsam.

Auch der Scheckenclub Rheinland zeichnete in der Museumshalle der Selfkantbahn in Schierwaldenrath seine Rassemeister aus. Foto: agsb

Kreisvorsitzender Norbert Mertens blickte bei der Siegerehrung auf eine mehr als gelungene Rasse- und Kaninchenausstellung zurück und bezeichnete besonders die fast 100 ausgestellten Schecken als eine echte Bereicherung. Diese Schecken zogen alle Blicke auf sich — sie schienen wie von Hand perfekt angemalt.

Mertens sprach angesichts von rund 250 ausgestellten Tieren von einer sehr gelungenen Veranstaltung, die Mut für die Zukunft mache. Er lobte die Leidenschaft bei der Rassekaninchenzucht nicht nur in seinem Kreisverband. Auch Walter Willems, Vorsitzender des Scheckenclubs Rheinland, dankte im Grußwort dem Kreisverband Heinsberg für die Zusammenarbeit und sprach von einer prächtigen Schau.

Mertens und Willems dankten den Vereinsmitgliedern für ihre Arbeit mit einer Rundumversorgung der Tiere, die Zucht sei mehr als nur ein Hobby und für viele eine Herzenssache. Diese Leidenschaft möchten die Züchter gerne an die Jugend weitergeben. Wobei die Kinder oft von Opa oder Papa an die Zucht herangeführt werden und dann selbst das Interesse entdecken — obwohl dieses Hobby für die Jugend nicht einfach ist, denn die Rassekaninchenzucht erfordert Zeit. Aber aus den Jugendlichen werden mit der Zeit kleine Experten.

Norbert Mertens strahlte bei der Siegerehrung, konnte er doch auch seine Kinder auszeichnen. Pia Mertens stellte das beste männliche und weibliche Tier dieser Jungtierschau, wurde auch als erste Jugendmeisterin im Kreisverband ausgezeichnet; Zweiter wurde Jonas Mertens, Dritter Jan-Leon Hoffmann (Erkelenz), Vierter Nils Zimmermann (Viersen).

Bei den Senioren erhielt Peter Thönnißen (Geilenkirchen) für seine Zucht die Landesverbandsmedaille. Anton van de Winkel (Geilenkirchen) und Willi Weber (Nörvenich) stellten die besten männlichen und weiblichen Ausstellungstiere. Erster Kreisvereinsmeister wurde R384 Langbroich; Zweiter wurde R38 Porselen, Dritter R128 Wegberg. Erster Jungtiermeister wurde Heinrich Thos (Waldfeucht); Zweiter wurde Peter Thönnißen, Dritter die Zuchtgemeinschaft Thoma/Gerads (Geilenkirchen).

Ehrenpreise gab es für Willi Weber (Nörvenich), Anton van de Winkel (Geilenkirchen), Peter Laumen (Gangelt), Norbert Mertens (Gangelt), Jimmy von Krüchten (Gangelt), Alexandra Zimmermann (Brüggen), Stefan Reinartz (Geilenkirchen), Bruno Stumm (Erkelenz) und Michael Finken (Jüchen).

Der Scheckenclub Rheinland zeichnete Roland Schmitz (Niederzier) und Jürgen Wilfried (Witten) als Rassemeister für Deutsche ­Riesenschecken aus. Weitere Rassemeister: Hans-Günter Michel (Remagen) für Rheinische Schecken, Zuchtgemeinschaft Pries (Grevenbroich) für Kleinschecken, Josef Kivilip (Grevenbroich) für Englische Schecken und Fritz Wirtz (Neurath) für Zwerg­schecken.

(agsb)